Weihnachtsmarkt Fulda jetzt auch ein Highlight für Menschen mit Behinderung

Auch in diesem Jahr haben die Mitglieder des Behindertenbeirates der Stadt Fulda den Weihnachtsmarkt in Fulda bereits an seinem Eröffnungstag auf Barrierefreiheit getestet. Anders als im letzten Jahr haben sie jetzt zahlreiche, begrüßenswerte Veränderungen festgestellt. Besonders positiv wirken die Auflagen zur Barrierefreiheit der neuen Satzung zum Weihnachtsmarkt der Stadt, die vom Behindertenbeirat angeregt wurden. So müssen Betreiber von Speise- und Getränkeständen jeweils mindestens einen abgesenkten Tisch anbieten.

[dropshadowbox align="right" effect="raised" width="212px" height="" background_color="#bd0520" border_width="1" border_color="#125ba8" ]

Alle Infos zum Markt
[/dropshadowbox]Fast alle Anbieter haben sich daran gehalten und sich bemüht, auf diese Weise allen Gästen einen guten Service zu bieten. Hiervon profitieren nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch viele Kinder sowie kleinere Erwachsene, wie schon am ersten Tag deutlich wurde. Kabelbrücken wurden an vielen Stellen vermieden oder dort, wo diese unbedingt nötig sind, barrierearm und kontrastreich ausgeführt. Die Leitlinien für blinde als auch sehbehinderte Menschen auf dem Universitätsplatz bis hin zum Borgiasplatz wurden nicht mit Buden überbaut oder mit Auslagen oder anderen Gegenständen widerrechtlich belegt. Dort, wo es sich aus organisatorischen Gründen in diesem Jahr noch nicht vermeiden ließ, hat man auf Anraten des Behindertenbeirates eine hilfreiche Ersatzlösung mit Teppichen angeboten.

Auch wenn diese Notlösung mit dem Behindertenbeirat abgestimmt wurde, weist der Vorsitzende des Beirates, Hanns-Uwe Theele, auf seine, seit vielen Jahren aufgestellte Forderung an den Magistrat der Stadt Fulda hin, die Leitlinie für blinde und sehbehinderte Menschen entlang dem Gebäude von „Erna Schneider“ und der Stadtpfarrkirche zeitnah auf die Rettungsgasse zu verlegen. Hier bestehe ein dringender Handlungsbedarf, um eine sichere und durchgehende Wegführung auch bei Festen sicherzustellen. Dadurch hätte die Stadt auch die Möglichkeit, weiteren Händlern zusätzliche Standflächen anzubieten. Auch beim „Winterwald“ (unterhalb der Stadtpfarrkirche „St. Blasius“) wurden positive Veränderungen sichtbar. Gut begeh- und befahrbare Kabelbrücken, die Wege wurden zwar am Vortag, sichtlich jedoch nicht am Eröffnungstag geräumt; Hinzukommt, dass bei fünf bestehenden Verzehrständen lediglich zwei mit abgesenkten Tischen angeboten wurden. „Hier muss der Veranstalter des Winterwaldes noch deutlich nachbessern, wenn ihm die Menschen mit Mobilitätseinschränkung nicht gleichgültig sind“, heißt es von Seiten des Behindertenbeirates der Stadt Fulda.

Die Mitglieder des Behindertenbeirates waren jedoch glücklich, dass ihre Arbeit aus den letzten Jahren und die Sensibilisierung des Magistrates der Stadt Fulda und der Standbetreiber nun Früchte trägt und die Anliegen der Menschen mit Behinderung sowie deren gleichberechtigte und selbstständige Teilhabe am öffentlichen Leben jetzt ermöglicht wird. Es wurden aber auch zahlreiche ältere Bürger und Eltern mit Kinderwagen beobachtet, die diese Veränderungen dankbar angenommen haben. Dadurch kann nicht nur den Fuldaern, sondern auch den vielen auswärtigen Gästen gezeigt werden, wie willkommen alle Besucher des Weihnachtsmarkts in Fulda sind. So entwickelt sich Fulda wirklich in eine Stadt, die ihren wunderschönen Weihnachtsmarkt durch einen kontinuierlichen Abbau von Barrieren erlebbar und für alle zugänglich macht. Der Vorsitzende des Beirates, Hanns-Uwe Theele, hebt die gute Kooperation und konstruktive Zusammenarbeit mit den Vertretern des Ordnungsamtes im Vorfeld hervor und freut sich auch in diesem Jahr über Anregungen der Besucher mit Behinderung zur Verbesserung der Barrierefreiheit an folgende Mailadresse: behindertenbeirat@fulda.de +++ pm/ja


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*