Süße Verführung in der Adventszeit: Doch beim Backen von Plätzchen entsteht Acrylamid, ein Stoff, der im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Wie die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Untersuchung herausfand, enthalten die meisten Lebkuchen, Spekulatius und Vanillekipferl aber nur noch geringe Mengen an Acrylamid.
„39 von 49 untersuchten Produkten sind unbedenklich“, beruhigt Ina Bockholt, Ernährungsexpertin der Stiftung Warentest. „Das ist eine richtig gute Nachricht!“
In früheren Tests fielen viele Weihnachtsleckereien durch hohe Acrylamidwerte auf. Der Stoff entsteht beim Backen, Braten, Rösten und Frittieren von kohlenhydratreichen Lebensmitteln. Da Acrylamid als potenziell krebserregend gilt, hat die EU die Hersteller aufgefordert, den Acrylamidgehalt in ihren Produkten zu senken. Offenbar mit Erfolg.
Tipps für Hobbybäcker
Doch nicht nur in der industriellen Fertigung, auch beim Backen zu Hause entsteht Acrylamid. Um die Bildung des Stoffes zu reduzieren, empfiehlt Bockholt, die Ofentemperatur bei Ober- und Unterhitze auf maximal 190 Grad Celsius zu begrenzen, bei Umluft auf 170 Grad Celsius. „Das Gebäck sollte nur sanft bräunen“, so die Expertin. Außerdem rät sie, auf vorgeröstete Mandeln zu verzichten und statt Hirschhornsalz lieber Natron zu verwenden.
Schwarze Schafe im Test
Einige Produkte im Test fielen dennoch negativ auf: So überschritten die Bio-Elisenlebkuchen von Rosengarten den Acrylamid-Richtwert. Auch die Alnavit Bio-Elisenlebkuchen und die Spekulatius von Borggreve waren deutlich belastet. Welche Produkte bedenkenlos auf den Plätzchenteller dürfen, erklärt die Stiftung Warentest online unter www.test.de/acrylamid und in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift test. +++

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