Wolfsburg. Der Vorsitzende des VW-Betriebsrats, Bernd Osterloh, hat Konsequenzen aus dem Skandal um manipulierte Emissionswerte von Diesel-Fahrzeugen des Konzerns gefordert. „Wir als Arbeitnehmervertreter nehmen die Vorwürfe sehr ernst und sind geschockt“, sagte Osterloh dem „Stern“. „Das muss jetzt mit aller Konsequenz und Offenheit aufgeklärt werden. Und wir müssen Konsequenzen daraus ziehen.“
US-Behörden hatten zuvor mitgeteilt, dass bei Abgastests an Fahrzeugen mit Dieselmotoren des VW-Konzerns Manipulationen festgestellt worden seien und damit gegen US-Umweltgesetze verstoßen wurde. VW-Chef Martin Winterkorn versprach Aufklärung: „Ich persönlich bedauere zutiefst, dass wir das Vertrauen unserer Kunden und der Öffentlichkeit enttäuscht haben. Wir arbeiten mit den zuständigen Behörden offen und umfassend zusammen, um den Sachverhalt schnell und transparent vollumfänglich zu klären“, teilte Winterkorn mit.
DAX legt zu – VW-Aktie stürzt fast 20 Prozent ab
Zum Wochenstart hat der DAX zugelegt. Beim Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 9.948,51 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,33 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Für das größte Aufsehen im DAX sorgte die VW-Aktie, die in der Spitze über 20 Prozent nachließ. Hintergrund sind Berichte, wonach VW in seine Autos eine Software eingebaut haben soll, die erkennt, wenn ein Auto im Prüflabor steht – um so Vorgaben der US-Umweltbehörde zu umgehen. Entsprechende Berichte hatten die Börsianer am Freitagabend noch kalt gelassen, am Montag dann aber doch für ein Beben gesorgt. Erneute Verluste von bis kurz vor Handelsschluss fast fünf Prozent bei RWE sahen dagegen fast harmlos aus. Zulegen konnten dagegen unter anderem Merck, Fresenius und Bayer.
Für gute Stimmung sorgten Aussagen von Chinas Staatspräsident, wonach es derzeit keinen Anlass für eine weitere Abwertung der Landeswährung Yuan gebe und China auch nicht die Absicht habe, in einen Währungskrieg einzutreten. Der Dow startete dementsprechend positiv und wurde gegen 17:30 Uhr mit einem Plus in Höhe von 0,80 Prozent berechnet. Der Nikkei-Index hatte zuletzt noch nachgelassen und mit einem Stand von 18.070,21 Punkten geschlossen (-1,96 Prozent). Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1188 US-Dollar (-0,88 Prozent). Der Goldpreis ließ ebenfalls nach, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 1.132,07 US-Dollar gezahlt (-0,64 Prozent). Das entspricht einem Preis von 32,53 Euro pro Gramm. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag 48,30 US-Dollar (+0,98 Prozent). +++ fuldainfo
[ad name=“Textwerbung“]
Hinterlasse jetzt einen Kommentar