Vorerst kein Gipfeltreffen von Biden und Putin

Angesichts der jüngsten Eskalation im Ukraine-Konflikt wird es vorerst kein Gipfeltreffen von US-Präsident Joe Biden und dem russischen Staatsoberhaupt Wladimir Putin geben. Zum jetzigen Zeitpunkt sei dies sicherlich nicht geplant, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Dafür sei zunächst Deeskalation in dem Konflikt notwendig. "Diplomatie kann nicht erfolgreich sein, wenn Russland nicht seinen Kurs ändert", so Psaki. Zuvor war bekannt geworden, dass auch ein Treffen von US-Außenminister Antony Blinken mit seinem russischen Amtskollegen Sergei Lawrow abgesagt wurde. Dieses war eigentlich für Donnerstag in Genf geplant. Der Ukraine-Konflikt hatte sich am Montag nach der Erklärung aus Moskau, die prorussischen Separatistengebiete in der Ostukraine als eigenständige Staaten anzuerkennen, zugespitzt. Direkt im Anschluss hatten die EU und die USA Sanktionen gegen Russland angekündigt.

Cyberagentur wirft Russland Angriff auf Demokratie vor

Die Cyberagentur des Bundes wirft Russland einen Angriff auf die Demokratie vor. "Wenn gezielt Lügen und Desinformationen gestreut werden und parallel Infrastrukturen digital angegriffen werden, ist das aus meiner Sicht ein Cyberangriff auf die gesamte Gesellschaft", sagte Forschungsdirektor Christian Hummert der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Mit Blick auf die russischen Aktivitäten sagte er: "Wir erleben einen tiefen Angriff auf unsere Demokratie, der mir große Sorgen macht." Auf die Frage, ob Russland solch einen Angriff derzeit ausführe, antwortete Hummert: "Ja." Die Aufgabe seiner Behörde sieht er darin, Forschungen zum Schutz der kritischen Infrastruktur voranzutreiben. Das Spektrum reiche vom Stromnetz über die Kommunikation bis zu Verkehrswegen. "Die eigentliche Herausforderung besteht aus meiner Sicht darin, dass all diese Einzelteile voneinander abhängig sind", sagte Hummert der FAZ. "Domino-Effekte müssen aus meiner Sicht viel stärker in den Blick genommen werden." Bei einem Ausfall des gesamten Internets würden sicher mehr Dinge nicht mehr funktionieren, als man gemeinhin annehme. +++


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