Der ehemalige SS-Oberwachmann Jakiw P. wird wohl straffrei bleiben. Das berichtet der "Spiegel". Die Staatsanwaltschaft Würzburg hatte in P.s Abwesenheit ein Verfahren gegen ihn eröffnet und 2016 eingestellt. Nachdem P. Ende August unter großer Medienöffentlichkeit von US-Präsident Donald Trump nach Deutschland abgeschoben worden war, hatten der Zentralrat der Juden in Deutschland und andere gefordert, diese Entscheidung zu korrigieren. Das lehnt die Staatsanwaltschaft nun ab: "Die Prüfung aller im Zusammenhang mit der Person des Beschuldigten oder dessen Einreise nach Deutschland mitgeteilten oder bekannt gewordenen Erkenntnisse hat weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht Anlass gegeben, von der bereits erfolgten Verfahrenseinstellung abzuweichen." Die deutschen Besatzer hatten 1943 den damals 19-jährigen P. rekrutiert. Der Bauernsohn kam zu den "Trawniki", einer überwiegend aus Ukrainern und Volksdeutschen bestehenden Gruppe, die der SS beim Holocaust half. P. behauptet, er habe nur nachts auf Straßen und Brücken patrouilliert. Diese Version konnte lediglich in Ansätzen erschüttert werden. 1949 war der Mann in die USA ausgewandert. +++
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