Berlin. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die umstrittene Bundeswehr-Drohne „Euro Hawk“ weiterentwickeln. Die Drohne enthalte Technologie, die in der Zukunft gebraucht werde, so von der Leyen im „Bericht aus Berlin“. Die Bundeswehr müsse bei der Informationsbeschaffung „unabhängig von anderen“ sein. „Sie ist fast fertig erforscht. Sie hat den Labortest bestanden. Sie muss jetzt noch den Praxistest in großer Höhe bestehen“, so von der Leyen. Dabei soll der „Euro Hawk“ jedoch nur als Erprobungsplattform dienen, für den Serienbetrieb soll die US-Drohne „Triton“ eingesetzt werden. „Wir wollen die Technologie haben“, so die Ministerin. „Die Plattform ist nicht so wichtig.“
Arnold für Wiederbelebung
Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Rainer Arnold hat sich für eine Wiederbelebung des Drohnenprojekts „Euro Hawk“ ausgesprochen. „Das wäre die beste Lösung“, sagte Arnold der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Wir müssen das Ding zum Erfolg führen. Dann haben wir zwar ein teures, aber herausragendes Aufklärungsgerät, das wir ins Bündnis einbringen können.“ Die Alternative sei nur, es ganz bleiben zu lassen. Der Quantensprung des „Euro Hawk“ sei, dass er eine Flughöhe von 20 Kilometer erreichen könne. „Die weltpolitische Lage ist so, dass signalauffassende Aufklärung benötigt wird“, betonte Arnold. +++ fuldainfo

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