Vollbeladener Sattelzug geht auf der A66 in Flammen auf

Brenzlige Situation für die Feuerwehr am Abend auf der A66. Ein technischer Defekt hatte hier vermutlich einen Lkw-Brand ausgelöst. Zwischen Neuhof und Fulda bemerkte der Fahrer plötzlich Rauch in seine Führerkabine eindringen und stoppte den vollbeladenen Sattelzug auf dem Standstreifen. Binnen kürzester Zeit stand das Führerhaus lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr eilte mit anfangs 50 Kräften aus drei Orten auf die Autobahn, um den Brand zu bekämpfen. „Der Lkw stand im vorderen Bereich im Vollbrand“, berichtet Gemeindebrandinspektor Oliver Kullmann und erklärt zudem: „Das Löschwasser haben wir aus einem nahen Bach geholt und konnten die Versorgung zudem über Tanklöschfahrzeuge sicherstellen.“

Rasch konnten die Einsatzkräfte die Flammen unter Kontrolle bringen. Doch dann machten sie eine brisante Entdeckung: „Der Lkw hat Stückgut geladen. Unter anderem haben wir während den Löscharbeiten zwei Kanister Gefahrgut gefunden.“ Dieses war ebenfalls teilweise in Brand geraten und ausgetreten. Nur noch aus einer gewissen Entfernung wurden daraufhin die letzten Glutnester bekämpft. Gleichzeitig wurde der Gefahrgutzug des Landkreises zur Einsatzstelle beordert. Die speziell ausgebildeten Feuerwehrleute näherten sich dem Laster dann in speziellen Schutzanzügen und entfernten die Überreste des Gefahrguts. Dabei soll es sich nach bisherigen Erkenntnissen um eine giftige Lauge in Kanistern gehandelt haben, die reizend auf die Schleimhäute ist und entsprechend gesundheitsgefährdend ist. Für die Umwelt soll jedoch keine Gefahr bestanden haben.

Die Feuerwehr lud die Überreste des Gefahrguts ab. Bis dahin war die Autobahn mehrere Stunden komplett gesperrt. Nachdem die Gefahr gebannt war, konnte ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Die Aufräumarbeiten zogen sich bis tief in die Nacht hin. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 200.000 Euro. Verletzt wurde trotz der unliebsamen Überraschung während der Löscharbeiten glücklicherweise niemand. +++


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