Eichenzell. Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kam es am späten Mittwochabend auf der Autobahn 66. Mehr als 100.000 Euro Sachschaden entstand und vier Menschen wurden verletzt. Gegen 22.00 Uhr befuhr ein 22-Jähriger aus dem Sinntal mit seinem Polo die A66 in Fahrtrichtung Frankfurt. Nach ersten Ermittlungen schlief der junge Mann kurz ein (sogenannter Sekundenschlaf). Dabei fuhr er dann ungebremst auf einen vorrausfahrenden Post-Lkw auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Polo nach links abgewiesen, stieß gegen die Betongleitwand und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Der Lkw konnte auf dem Standstreifen ausrollen.
An der Unfallstelle hielten zwei Ersthelfer aus Eichenzell und Neuhof ebenfalls auf dem Standstreifen an. In diesem Moment kam ein weiterer Pkw, ein BMW eines 45-jährigen Frankfurters. Dieser erkannte die Unfallstelle, bremste und zog sein Auto in die Fahrbahnmitte. Ein 34 Jahre alter Mann aus Schlüchtern, konnte aufgrund zu geringen Sicherheitsabstandes nicht mehr rechtzeitig bremsen und knallte mit voller Wucht gegen den BMW des Frankfurters. Durch diesen Anprall wurde der nagelneue 5-er auf die Seite gekippt und herumgeschleudert. Dabei stieß er gegen die auf dem Standstreifen stehenden Autos der Ersthelfer. Schließlich kam der BMW entgegen der Fahrtrichtung im Straßengraben zum Stehen.
Der 22-jährige Unfallverursacher hatte einen aufmerksamen Schutzengel, denn er kam mit einer Kopfplatzwunde und weiteren leichten Verletzungen davon. Allerdings muss er sich nun wegen Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässiger Körperverletzung strafrechtlich verantworten. Der 34-jährige Schlüchterner, der 45-jährige Frankfurter sowie einer der Ersthelfer - ein 24-jähriger aus Eichenzell - wurden ebenfalls leicht verletzt. Alle Verletzten kamen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser.
Mehr als 100000 Euro Sachschaden entstand an den sechs beteiligten Fahrzeugen, die stellweisen Totalschaden sind. Die A 66 war in Fahrtrichtung Süden knappe drei Stunden voll gesperrt. In dieser Zeit leistete die Eichenzeller Feuerwehr mit Bergungs- und Reinigungsarbeiten ganze Arbeit. Vier Abschleppdienste waren ebenfalls im Einsatz. Der Verkehr staute sich etwa 3 Kilometer zurück, bis über die Anschlussstelle Fulda-Süd hinaus. Bei der Anfahrt zur Unfallstelle mussten die Beamten der Autobahnpolizei einmal mehr feststellten, dass es immer noch nicht in den Köpfen aller Verkehrsteilnehmer verankert ist eine Rettungsgasse zu bilden. Erst die schweren Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr zwangen alle schließlich zum Ausweichen. +++ fuldainfo

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