Die Verdi-Bundestarifkommission hat die Verhandlungen mit Galeria-Karstadt-Kaufhof heute Abend unterbrochen. Themen sollten ein Sozial-Tarifvertrag, die Bildung einer Transfergesellschaft sowie ein Tarifvertrag für gute und gesunde Arbeit sein. Die Arbeitgeberseite von Galeria-Karstadt-Kaufhof sowie der Generalbevollmächtigte Geiwitz halten weiter an ihren Forderungen nach einem Kahlschlag mit einer vorgesehenen Entlassung von mehreren tausend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fest und haben in den heutigen Verhandlungen keinerlei Zukunftsperspektiven für das Unternehmen aufgezeigt. Bevor die Verhandlungen morgen weitergehen, wird die Verdi-Bundestarifkommission Galeria-Karstadt-Kaufhof zunächst eine Protestkundgebung am Verhandlungsort Köln abhalten. +++
Bei ver.di sollte man dafür kämpfen in Form von konstruktiven Verhandlungen, dass ein Kernnetz mittelfristig mit einem guten Konzept überleben kann. Das Kaufhaus-Konzept an sich muss sich wieder neu erfinden und wandeln. Eine Demo zum Erhalt aller Häuser ist reine Zeitverschwendung und gefährdet letztlich alle Arbeitsplätze. Ein Blick in die Niederlande sollte reichen: V&D war dort, was GALERIA hier ist. Auch V&D hatte einen Kern profitabler Häuser, aber letztlich viel zu viele Verlustbringer. Auch V&D setzte stark auf Shop-in-Shop als Konzept. Wirklich ausgemistet hatte man die Filialen nicht (können), 2016 verschwand die Kette komplett vom Markt. 67 Häuser im ganzen Land, das ist eine relative Marktpräsenz noch weit über GALERIA gewesen. Und sind wir ehrlich: GALERIA ist stinklangweilig geworden, es gibt dort die gleichen beliebigen Marken, zu gleichen Preisen in meist optisch in die Jahre gekommenen Warenhäusern mit mäßiger Beratung. Es gibt dort kein Erlebnis-Shopping und eben kein überraschendes Sortiment mehr, irgendwo ist der „Eine Welt voller Ideen“-Spirit mal verloren gegangen. Als ich jünger war, war ein Kaufhaus neben dem Kernsortiment ein Sammelsurium überraschender Produkte, die man sonst nicht in Geschäften sah. Man ging in ein Haus, fand und kaufte etwas, wo man vorher nicht wusste, dass man es haben will – so funktionieren heute im Wesentlichen ACTION und vergleichbare erfolgreiche Formate. ver.di hat Recht: GALERIA-Management und aktuell Gleiwitz haben überhaupt kein wegweisendes Konzept für die Warenhäuser, da steckt viel mehr Potential als die pure Langeweile drin, nur hat ver.di leider auch keines, das reine Auflassen von angestaubten Verlustbringern sichert jedenfalls keine Arbeitsplätze.
Bei ver.di sollte man dafür kämpfen in Form von konstruktiven Verhandlungen, dass ein Kernnetz mittelfristig mit einem guten Konzept überleben kann. Das Kaufhaus-Konzept an sich muss sich wieder neu erfinden und wandeln. Eine Demo zum Erhalt aller Häuser ist reine Zeitverschwendung und gefährdet letztlich alle Arbeitsplätze. Ein Blick in die Niederlande sollte reichen: V&D war dort, was GALERIA hier ist. Auch V&D hatte einen Kern profitabler Häuser, aber letztlich viel zu viele Verlustbringer. Auch V&D setzte stark auf Shop-in-Shop als Konzept. Wirklich ausgemistet hatte man die Filialen nicht (können), 2016 verschwand die Kette komplett vom Markt. 67 Häuser im ganzen Land, das ist eine relative Marktpräsenz noch weit über GALERIA gewesen. Und sind wir ehrlich: GALERIA ist stinklangweilig geworden, es gibt dort die gleichen beliebigen Marken, zu gleichen Preisen in meist optisch in die Jahre gekommenen Warenhäusern mit mäßiger Beratung. Es gibt dort kein Erlebnis-Shopping und eben kein überraschendes Sortiment mehr, irgendwo ist der „Eine Welt voller Ideen“-Spirit mal verloren gegangen. Als ich jünger war, war ein Kaufhaus neben dem Kernsortiment ein Sammelsurium überraschender Produkte, die man sonst nicht in Geschäften sah. Man ging in ein Haus, fand und kaufte etwas, wo man vorher nicht wusste, dass man es haben will – so funktionieren heute im Wesentlichen ACTION und vergleichbare erfolgreiche Formate. ver.di hat Recht: GALERIA-Management und aktuell Gleiwitz haben überhaupt kein wegweisendes Konzept für die Warenhäuser, da steckt viel mehr Potential als die pure Langeweile drin, nur hat ver.di leider auch keines, das reine Auflassen von angestaubten Verlustbringern sichert jedenfalls keine Arbeitsplätze.