Im Tarifstreit mit der Deutschen Post haben sich die dort angestellten Verdi-Mitglieder für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. In einer Urabstimmung votierten 85,9 Prozent gegen das Arbeitgeberangebot und für Arbeitsniederlegungen, wie die Gewerkschaft am Donnerstagnachmittag mitteilte. Damit wurde das notwendige Quorum von 75 Prozent übertroffen. Die Gewerkschaft teilte weiter mit, dass die Tarifverhandlungen am Freitag fortgesetzt werden sollen. Einer entsprechenden Forderung der Deutschen Post komme man nach, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Das Unternehmen stehe jetzt in der Verantwortung, "durch eine deutliche materielle Verbesserung des abgelehnten Angebots einen unbefristeten Streik abzuwenden". Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten bei der Post eine Entgelterhöhung von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten.
Trotz Streikgefahr keine Oster-Urlaubssperre bei Deutscher Post
Nachdem die Verdi-Mitglieder bei der Deutschen Post sich für einen unbefristeten Streik ausgesprochen haben, scheint der Vorstand des Unternehmens immer noch keinen längeren Arbeitskampf zu erwarten. "Es gibt keine Urlaubssperre für die Osterferien", sagte ein Sprecher des Unternehmens der "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). Mehr als die Hälfte der Belegschaft der Post in Deutschland seien nicht Mitglied bei Verdi, hieß es weiter. Bei einem Streik würden Beschäftige aus den Büros beim Austragen und in den Verteilzentren helfen. Die Osterferien dauern je nach Bundesland von Ende März bis Mitte April. +++
