Verdacht auf Lebensmittelvergiftung: Großeinsatz in Alsfelder Hotel

In der Nacht zu Sonntag ist es in einem Hotel in Alsfeld zu einem Großeinsatz von Rettungskräften gekommen. Mehrere Menschen aus einer Reisegruppe mussten medizinisch versorgt werden, 13 Betroffene wurden schließlich in umliegende Krankenhäuser gebracht. Nach ersten Angaben handelte es sich um eine medizinische Notlage.

Gegen 2.20 Uhr löste die Leitstelle im Vogelsbergkreis Alarm mit dem Einsatzstichwort „MANV 20“ aus – ein Hinweis auf einen sogenannten Massenanfall von Verletzten beziehungsweise Erkrankten. Entsprechend groß war das Aufgebot an Einsatzkräften, das in der Nacht zum Hotel ausrückte.

Vor Ort waren zahlreiche Kräfte des Rettungsdienstes sowie der Einsatzleitwagen der Alsfelder Feuerwehr. Ebenfalls im Einsatz befanden sich die Brandschutzaufsicht des Vogelsbergkreises, die Einsatzleitung Rettungsdienst Vogelsbergkreis, insgesamt zwölf Rettungswagen, zwei Notfalleinsatzfahrzeuge sowie der Sanitätszug des Vogelsbergkreises mit vier Krankentransportwagen (KTW). Auch eine Streife der Alsfelder Polizei war an der Einsatzstelle.

Die betroffenen Personen gehörten zu einer Reisegruppe mit etwa 120 Teilnehmern, die in dem Hotel untergebracht war. 13 von ihnen mussten nach der Erstversorgung durch die Rettungskräfte in Krankenhäuser gebracht werden.

Eine Straftat steht nach Angaben der Polizei nicht im Zusammenhang mit dem Einsatz. Zu den genauen Hintergründen des Geschehens konnten die Ermittler zunächst noch keine näheren Angaben machen.

Inzwischen äußerte sich Sabine Galle-Schäfer, Pressesprecherin des Vogelsbergkreises, telefonisch zu dem Vorfall. Mehrere Menschen hätten erbrochen und an Durchfall gelitten. Insgesamt 13 Personen seien daraufhin in Krankenhäuser eingeliefert worden.

Noch ist unklar, wodurch die Beschwerden ausgelöst wurden. „Wir wissen nicht, ob es sich um eine humane Erkrankung handelt, zum Beispiel Norovirus oder eine Infektion, die dann von Person zu Person übertragen wurde, oder um eine Erkrankung, die über Lebensmittel übertragen wird“, erklärte Galle-Schäfer.

Das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Vogelsbergkreises, bei dem auch die Lebensmittelkontrolle angesiedelt ist, hat inzwischen Lebensmittelproben genommen. Diese wurden zur Untersuchung in das Landeslabor Hessen gebracht. Bis Ergebnisse vorliegen, wird es allerdings noch dauern.

„Das Ergebnis wird erst in einigen Tagen vorliegen. Diese Untersuchungen nehmen einige Tage in Anspruch. Daher sind zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte möglich“, sagte die Sprecherin.

Neben Rettungsdienst und Notärzten waren auch der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie weitere Einsatzkräfte vor Ort. Zudem wurden das Veterinäramt und das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises eingeschaltet, wie die Polizei mitteilte. Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt die Ursache für den nächtlichen Großeinsatz weiterhin offen. +++


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