Berlin. Regierungspolitikern wird regelmäßig der Vorwurf gemacht, die Dinge schönzureden. Oft genug zu Recht. Ursula von der Leyen hat das nicht getan. Nach einer kurzen Phase des Schweigens sprach die Verteidigungsministerin über ein Haltungsproblem, über Führungsschwäche und falsch verstandenen Korpsgeist in der Bundeswehr. Aber da brach die Empörungswelle erst richtig los. Ja, was denn nun? Nicht von der Leyens kritische, später übrigens auch selbstkritische Worte, sind doch der eigentliche Skandal, sondern üble Schikane und das dubiose Doppelleben eines terrorverdächtigen Offiziers als Flüchtling bis hin zu einem mutmaßlich rechtsextremen Netz in der Bundeswehr.
Was ist da eigentlich los? Viele reden jetzt von bedauerlichen Einzelfällen. Man kann das so sehen. Auch die Tatsache, dass der Militärische Abschirmdienst (MAD) derzeit 280 Fälle von Rechtsextremismus auf dem Tisch hat, mag sich relativieren. Schließlich besteht die Bundeswehr insgesamt aus 180 000 Soldaten. Wer das so sieht, der macht es sich allerdings zu einfach. Denn nur von Einzelfällen zu reden, birgt auch die Gefahr, die Missstände zu verharmlosen. Fest steht jedenfalls, dass sich die Einzelfälle häufen. Von der Leyen hat schnell gemerkt, dass ein Pauschalverriss der Truppe mehr Schaden als Nutzen anrichten kann. Vielerorts herrscht Personalmangel, und die Ausrüstung ist oft auch mehr schlecht als recht. Gepaart mit der Philippika der Ministerin sind das nicht gerade motivierende Umstände für die Soldaten.
Im Kern muss die Verteidigungsministerin gleichwohl nichts zurücknehmen. So unterschiedlich die Einzelfälle auch gelagert sind, so steckt dahinter doch offenbar ein besorgniserregendes Muster: Unregelmäßigkeiten und Verfehlungen aller Art werden in der Bundeswehr entweder stillschweigend geduldet oder schlicht vertuscht. Das belegt auch der aktuelle Fall: Bereits vor vier Jahren hatte der terrorverdächtige Oberleutnant eine Masterarbeit verfasst, die seine völkische und rechtsextreme Gesinnung offenbarte. Doch Konsequenzen blieben aus. Warum? Hat sein Umfeld nichts gemerkt oder wollte es nichts merken? Nun ließe sich einwenden, auch die Bundeswehr sei nur ein Spiegelbild der Gesellschaft. Und da gebe es eben auch einen braunen Bodensatz. Mittlerweile ist die Truppe jedoch eine Freiwilligenarmee.
Gerade für Rechtsextreme kann die Bundeswehr eine besondere Anziehungskraft ausüben. Denn es gibt dort Waffen, Kameradschaft und klare Befehlsketten. Umso wichtiger ist es, endlich genauer hinzuschauen. Die Verteidigungsministerin hat schonungslose Aufklärung versprochen. Das ist ganz im Interesse der übergroßen Mehrheit der Soldaten, die für die demokratischen Grundwerte des Landes einstehen. Und natürlich auch in ihrem eigenen. Nach der weitestgehend berechtigten Kritik muss von der Leyen alsbald liefern. Sonst wird es eng für sie, so die Lausitzer Rundschau. +++

Frau von der Leyen, zeigen Sie Haltung und treten Sie zurück?
Sie schwebte medienwirksam über der Truppe. Jetzt trudelt sie heftig!
Unter den Augen von Frau von der Leyen werden in der Bundeswehr unbehelligt Vorbereitungen zu Terrorismus getroffen. Aber Frau von der Leyen fühlt sich zu Unrecht kritisiert und greift andere an, u.a. die SPD! Unappetitlich! Zum Kotzen!
Da bleibt nur noch Eines: Rücktritt!
Schritt 1: Absage einer Auslandsreise.
Schritt 2: Merkel bekräftigt, dass Frau von der Leyen Ihre volle Unterstützung habe.
Schritt 3: Rücktritt. Jetzt hat es sich ausgeblablat.
Schritt 4: De Maziere übernimmt das Verteidigungsministerium. Schließlich hat er offensichtlich seinerzeit seine Leitkultur bereits mit Erfolg, wie der Fall Franco A. zeigt und Frau von der Leyen zu bestätigen scheint, in der Bundeswehr eingeführt.
Mit ihrer Begründung „falscher Korpsgeist in der Bundeswehr“ im Fall Franco A. hat sich von der Leyen selbst abgeschossen!
Ist sie doch seit Jahren für Führung und damit auch für den Korpsgeist in der Bundeswehr verantwortlich! Hatte sie doch medienwirksam versprochen, die Bundeswehr von einem „verstaubten Club Gestriger“ zu einem „familienfreundlichen attraktiven Arbeitgeber“ umzubauen.
Frau von der Leyen, das Spiel ist aus! Treten Sie endlich zurück, bevor Sie noch mehr Unheil anrichten! Und nehmen Sie Ihren überforderten Kollegen De Maziere gleich mit!
Da befallen mich Wut und Ärger:
https://youtu.be/UL0KazAe054
Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!
PS: Schritte 1 und 2 sind bereits eingetreten! :-)