Unterstützung für die ehrenamtliche Arbeit der BRH-Rettungshundestaffel Fulda e.V.

Bildnachweis: BRH-Rettungshundestaffel Fulda e.V./OREXES

Fast jeder hat schon einmal von den „Helfern auf vier Pfoten“ gehört. Doch nur wenige wissen, wie viel ehrenamtliches Engagement, Zeit und Professionalität hinter ihrer Arbeit steckt. Die BRH-Rettungshundestaffel Fulda e.V. leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur Vermisstensuche in der Region Osthessen. Unterstützung erhält der Verein nun von der OREXES GmbH mit Sitz im Fuldaer Münsterfeld, einem IT-Beratungsunternehmen rund um komplexe SAP-Lösungen. Das Unternehmen spendete 2.000 Euro an die Staffel um Brigitte Rockel, Mitgründerin und Vorsitzende der BRH-Rettungshundestaffel Fulda.

Zur Übergabe des Spendenschecks waren Larissa Weiss, Abteilungsleiterin Personal & Organisation bei OREXES, sowie Marketing-Designer Marc Ulbrich auf das Vereinsgelände in Schlüchtern eingeladen. Dort ist die Rettungshundestaffel bereits seit acht Jahren beheimatet. Vor Ort erhielten die Gäste einen Einblick in die Arbeit der Ehrenamtlichen und in das anspruchsvolle Training der Hunde.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Sie heute hier empfangen und Ihnen etwas über unsere Arbeit erzählen dürfen – Ihre Spende leistet einen wertvollen Beitrag dafür“, begrüßte Brigitte Rockel die Mitarbeitenden des Unternehmens. Die Vorsitzende ist seit 1996 in der Rettungshundearbeit aktiv und leitet den 2012 gegründeten Verein. Sie bedankte sich herzlich für den großzügigen Betrag und erklärte, wofür die Spende eingesetzt werden soll: „Unser Einsatzfahrzeug hat uns viele Jahre treu begleitet. Es war bei unzähligen Suchaktionen dabei, wenn Menschen vermisst wurden, wenn Familien in Sorge waren, wenn jede Minute zählte. Nun kommt es an seine Grenzen und muss bald ersetzt werden.“

Die Teams der Rettungshundestaffel sind rund um die Uhr bereit, um vermisste Menschen zu suchen und Leben zu retten. Ohne ein funktionierendes Einsatzfahrzeug sei diese Arbeit jedoch kaum möglich. „Damit wir überhaupt dorthin gelangen, wo Hilfe gebraucht wird, brauchen wir ein neues Fahrzeug. Die Spende von OREXES fließt daher direkt in die Anschaffung eines neuen Einsatzwagens“, erklärte Rockel. Das Fahrzeug dient vor allem als mobile Einsatzzentrale. Darin werden unter anderem Laptops, ein Einsatz-TV, Drucker, Einsatzrucksäcke, Funktechnik und GPS-Systeme transportiert. Gerade bei zeitkritischen Personensuchen sei eine zuverlässige und funktionale Ausstattung unverzichtbar.

Neben der Vorsitzenden waren auch Carolin Baumbach mit ihren Rettungshunden Elvis und Polly sowie Christine Sommer und Frank Scheuer aus dem Vorstandsteam der Staffel anwesend. Carolin Baumbach demonstrierte die Arbeit der Hunde eindrucksvoll: Elvis machte sich auf die Suche nach Marc Ulbrich, der sich zuvor versteckt hatte. Ulbrich zeigte sich beeindruckt von der Leistung des Hundes und dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Tier. „Es ist erstaunlich, wie viel ehrenamtliche Arbeitszeit und Disziplin dahinterstecken, damit Mensch und Tier so gut zusammenarbeiten und im Ernstfall Leben retten können“, sagte er. Auch die Hündin Polly zeigte auf dem Trainingsplatz verschiedene anspruchsvolle Übungen und begeisterte damit die Besucher.

Das Einsatzgebiet der Rettungshundestaffel liegt hauptsächlich im Landkreis Fulda sowie im Vogelsbergkreis. Die Staffel ist Mitglied im Bundesverband Rettungshunde e.V. und unterstützt bei Bedarf auch in angrenzenden Regionen. Alarmiert werden die Teams von der Polizei. „Die meisten unserer Einsätze beziehen sich auf Vermisstengesuche oder auf großflächige Gefahrensituationen“, erklärte Rockel. Die Einsatzlagen seien sehr unterschiedlich: „Von klassischen Suchtrupps in Wald- und Flächengebieten bis hin zu Einsätzen in Trümmerlagen kann uns bei unserer Arbeit alles begegnen.“ Viele Einsätze fänden in den Nachtstunden statt, wenn vorherige Suchmaßnahmen erfolglos geblieben seien. Häufig werde die Rettungshundestaffel erst am Ende der Rettungskette hinzugezogen.

Ein wichtiger Unterschied bestehe zwischen Rettungshunden und Polizeihunden. „Während Polizeieinsatzhunde beispielsweise auf Greifen und Festhalten trainiert werden, darf ein Rettungshund die gefundene Person unter keinen Umständen anrühren“, erklärte Rockel. Die Ausbildung der Rettungshunde ist speziell auf die Personensuche ausgerichtet und dauert etwa zwei Jahre. Auch die Hundeführerinnen und Hundeführer müssen eine umfangreiche Ausbildung absolvieren. Dazu gehören Erste-Hilfe-Kenntnisse für Mensch und Tier, ein Hundetrainerschein sowie theoretisches Wissen über die Lerntheorie von Hunden. Ziel ist es, Teams zu bilden, die sich blind vertrauen. Regelmäßiges Training sorgt dafür, dass diese Zusammenarbeit stetig verbessert wird. Im Verein gibt es zudem zertifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder, die sich alle zwei bis drei Jahre weiterqualifizieren müssen. Die Fähigkeiten von Hund und Hundeführerin oder Hundeführer werden außerdem einmal jährlich überprüft.

Der Verein zählt derzeit rund 25 Mitglieder, die sich ausschließlich ehrenamtlich engagieren. Brigitte Rockel betonte, dass man sich auch ohne eigenen Hund einbringen könne: etwa in der Einsatzunterstützung, im Suchtrupp oder in der Einsatzleitung.

Larissa Weiss und Marc Ulbrich zeigten sich nach dem Besuch beeindruckt von der Arbeit der Staffel. „Wir sind dankbar, dass wir solch einen persönlichen und äußerst eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der Rettungshundestaffel bekommen durften“, sagte Weiss. „Uns war nicht bewusst, wie viel Fachwissen, Zeit, Organisation und persönliche Hingabe hinter jedem einzelnen Einsatz stehen.“ Umso mehr freue es das Unternehmen, mit der Spende einen Beitrag zu dieser wichtigen Arbeit leisten zu können.

Die Arbeit der BRH-Rettungshundestaffel Fulda e.V. finanziert sich zu großen Teilen aus Spenden. Wer das Engagement der Ehrenamtlichen unterstützen möchte, kann dies jederzeit tun. „Jede Spende hilft – ob groß oder klein, damit wir weiterhin zuverlässig helfen können, wenn jede Minute zählt“, sagte Brigitte Rockel. +++


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