Unternehmen wollen mehr Personal einstellen

Unternehmen in Deutschland wollen mehr Personal einstellen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Münchener Ifo-Instituts, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Das Beschäftigungsbarometer des Instituts stieg demnach im November auf 99,6 Punkte, nach 97,8 im Oktober. Vor dem Hintergrund der abnehmenden Unsicherheit könnte die Zahl der Beschäftigten in Deutschland weiter steigen. Der Fachkräftemangel werde aber ein dauerhaftes Problem bleiben, so die Wirtschaftsforscher. In der Industrie stieg das Beschäftigungsbarometer erstmals nach fünf Monaten mit Rückgängen. Noch herrscht aber eine gewisse Vorsicht bei der Aufstockung des Personalbestandes. Bei den Dienstleistern legte der Indikator jedoch deutlich zu. Der IT-Sektor sucht kontinuierlich neue Mitarbeiter, aber auch die Gastronomie möchte zur Weihnachtszeit verstärkt neu einstellen. Im Handel hingegen ist weiterhin mit Entlassungen zu rechnen. Im Bauhauptgewerbe gibt es laut Ifo eine leichte Tendenz zu Neueinstellungen.

Unternehmen intensivieren Weiterbildung

Im Corona-Jahr 2020 haben in Deutschland erstmals mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Beschäftigten von Unternehmen, die für ihre Belegschaft Lehrveranstaltungen anboten, an betrieblichen Weiterbildungen teilgenommen. Das war die bisher höchste gemessene Teilnahmequote, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Die Teilnahmequote lag damit acht Prozentpunkte höher als im Jahr 2015 und 16 Prozentpunkte höher als im ersten Erhebungsjahr 1999. Die Beschäftigten nahmen im Jahr 2020 aber nicht nur häufiger, sondern auch länger an Weiterbildungen teil als zuvor: So verbrachten die Beschäftigten im Durchschnitt 28 Stunden in solchen Lehrveranstaltungen. Im Jahr 2015 waren es durchschnittlich noch 22 Teilnahmestunden gewesen. In den meisten Branchen stiegen die Teilnahmequoten. Überdurchschnittlich starke Anstiege gegenüber 2015 erreichten die Branchen Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+22 Prozentpunkte), Information und Kommunikation (+20 Prozentpunkte), Gastgewerbe (+zwölf Prozentpunkte), Energie- und Wasserversorgung (+10 Prozentpunkte), sonstige Dienstleistungen (+neun Prozentpunkte) sowie Verkehr und Lagerei (+acht Prozentpunkte). Vergleichsweise geringe Anstiege verzeichneten das Verarbeitende Gewerbe (+fünf Prozentpunkte) sowie der Handel (+vier Prozentpunkte). In einigen Branchen ging die Teilnahmequote an betrieblicher Weiterbildung im Jahr 2020 gegenüber 2015 entgegen dem Gesamttrend zurück, so die Statistiker weiter: So sank die Teilnahmequote im Baugewerbe um sechs Prozentpunkte. Im Bereich „Bergbau und der Gewinnung von Steinen und Erden“ halbierte sich die Teilnahmequote an beruflichen Lehrveranstaltungen (-29 Prozentpunkte) sogar nahezu von 63 Prozent auf 34 Prozent. +++

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