Unionsfraktionsvize will Fahrplan für Entscheidung der K-Frage

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Johann Wadephul hat sich dafür ausgesprochen, noch in dieser Woche einen Fahrplan für die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur von CDU und CSU aufzustellen. „Wir brauchen eine Entscheidung. Am Wochenende müssen wir dazu zumindest ein Procedere festlegen“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ mit Blick auf die Klausurtagung des Geschäftsführenden Vorstands der Unions-Bundestagsfraktion am Sonntag. Indirekt forderte Wadephul den CSU-Vorsitzenden und bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder auf, zu erklären, ob er eine Kanzlerkandidatur anstrebe oder nicht. „Wir haben theoretisch zwei hervorragende Kandidaten. Ob beide bereit sind, ist bisher unklar“, sagte er. „Beide hätten gute Chancen. Aber ohne politisches Risiko geht es nicht.“ Explizit hat bisher nur der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur erklärt.

Klima-Union soll Wähler der Grünen „zurückholen“

Nach seinem Eintritt in die Berliner CDU will der Unternehmer und Umweltaktivist Heinrich Strößenreuther durch den neu gegründeten Verein Klima-Union in CDU und CSU Wähler der Grünen an die Unionsparteien binden. „Mindestens ein Viertel der Grünen-Wähler“ seien „geliehene Unionswähler“, sagte er der „Welt“. Jenen Menschen liege „das Klimaschutzthema so sehr am Herzen, dass sie dessentwegen zu einer Partei abgewandert sind, mit der sie ansonsten wenig verbindet“. Diese Menschen wolle man mit einer überzeugenden und ambitionierten Klimaschutzpolitik zurückholen, sagte Strößenreuther, der zu den Mitbegründern des Vereins gehört. Zugleich sei „die Klimaschutzbewegung nach links gekippt“ und biete „besorgten Bürgerlichen keine Plattform“. Für solche Menschen sei die Klima-Union „eine offene Einladung“. Die Klima-Union, die am Freitag offiziell vorgestellt werden soll, ist laut Strößenreuther „ein eingetragener Verein, dessen ordentliche M itglieder zwingend auch Mitglieder von CDU und CSU sein müssen“. Laut Satzung werde sich der Verein auflösen, „wenn die CDU auf einem Bundesparteitag eine glaubwürdige Strategie zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels im wissenschaftlich gebotenen Zeitrahmen beschließt“. Der Verein solle darauf hinarbeiten, dass sich die Unionsparteien für eine vollständige Abkehr Deutschlands von fossilen Brennstoffen schon deutlich vor 2050 einsetzen. Nur damit, so Strößenreuther, könne das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad erreicht werden. +++


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