Berlin. Der stellvertretende Chef der Unionsfraktion Arnold Vaatz hält die Schlichter im Bahnstreik, den thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) und den früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD), für ungeeignet. „Ich bin sehr skeptisch, dass mit diesen Schlichtern der Tarifkonflikt zwischen Bahn und GDL beigelegt werden kann“, sagte Vaatz der „Rheinischen Post“. „Wer als Schlichter in seinem ersten öffentlichen Statement eine der beiden Streitparteien angreift, wie dies Bodo Ramelow gegenüber der Bahn getan hat, hat sich als Vermittler disqualifiziert“, betonte Vaatz. „Auch bei Herrn Platzeck sehe ich keine Expertise zur Schlichtung dieses Konflikts.“
Blüm glaubt an raschen Erfolg der Schlichtung
Der langjährige Bundesarbeitsminister Norbert Blüm ist überzeugt, dass die Schlichtung zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL schnell erfolgreich sein wird. „Das dauert nur wenige Tage“, sagte er dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Es gehe vor allem noch darum, dass jeder sein Gesicht wahre. Blüm rät den beiden Schlichtern Matthias Platzeck und Bodo Ramelow, vom 27. Mai an streng durchzuverhandeln. „Diese Schlichtung darf nicht mehr unterbrochen und vertagt werden“, warnt Blüm. Das Wichtigste sei, dass sich die Kontrahenten „nicht wie Korinthenkacker verhalten und sich nicht an Kleinigkeiten festfressen“. Unterdessen rechnet die Bahn nach dem neunten Streik der GDL im laufenden Tarifkonflikt mit einer Normalisierung des Fernverkehrs am Samstagmorgen. Der Regional- und S-Bahn-Verkehr rolle in vielen Bundesländern seit dem Freitagmorgen wieder nach Normalfahrplan. In Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern könne es jedoch noch zu Einschränkungen kommen. +++ fuldainfo

Na endlich spricht es ein CDU-Mann aus: Es kann nicht sein, dass ein linker Ministerpräsident Erfolg hat. Das darf einfach nicht sein!