Unionsfraktionsvize Fuchs kritisiert SPD-Steuerkonzept

Es ist ganz schlicht eine Steuererhöhung

Berlin. Das SPD-Steuerkonzept stößt auf scharfe Kritik aus der Union: Das Konzept sei ein “frontaler Angriff auf die vielen Leistungsträger im Mittelstand” und ein “Angriff auf die vielen mittelständischen Unternehmen, die ihre Investitionen und Arbeitsplätze aus versteuerten Gewinnen finanzieren müssen”, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Wirtschaftspolitiker erklärte, der SPD-Vorschlag, ab 76.200 Euro Jahreseinkommen den Einkommensteuersatz auf 45 Prozent anzuheben, sei “das genaue Gegenteil von einer Steuerentlastung für den Mittelstand”.

Fuchs sagte weiter: “Es ist ganz schlicht eine Steuererhöhung.” Dies sei das “genaue Gegenteil von dem, was unsere Bürger verdient haben”. Der Unionsfraktionsvize plädierte zugleich für einen schrittweisen Abbau des Solidaritätszuschlags. Nach vielen Jahren des wirtschaftlichen Booms seien die Steuereinnahmen des Staates immer weiter gestiegen, davon müsse den Menschen und den mittelständischen Unternehmen dringend ein Teil zurückgegeben werden. Mit ihrem Steuerkonzept will die SPD kleine und mittlere Einkommen um jährlich 15 Milliarden Euro entlasten. “Wir haben solide gerechnet und versprechen nichts, was wir nicht halten können”, sagte SPD-Chef Martin Schulz am Montag in Berlin. +++

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Zieherser Hof

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3 Kommentare

  1. Das Steuer- und Rentenkonzept der Union passt auf die Visitenkarte eines Pensionsberechtigten:

    Dr. Peter Tauber
    CDU-Generalsekretär
    Pensionsberechtigter MdB
    Kaninchenjäger
    “Bis 2021 wird es keine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters geben.”
    ” Merkel sichert erneut Steuersenkungen nach der Bundestagswahl zu.”

    Es sind Wahlkampfzeiten:
    https://youtu.be/dOa-fcp74uU
    Und im übrigen: nach der Wahl ist vor der Wahl:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4
    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!

    PS: Die Union nimmt dabei u.a. in Kauf, dass das Rentenniveau bis 2030 weiter um rd. 10% sinkt! Die Rentner frohlocken!

  2. Ein Anfang in die richtige Richtung ist gemacht! Die ersten Reaktionen der Union zeigen ihre steuerpolitische Verwirrtheit auf.
    Mein Vorschlag zur Einkommens-Steuerreform: das Greifen des Spitzensteuersatzes von 42% noch weiter hinaufsetzen (auf 80 TEUR), zur Kompensation den Höchststeuersatz von 45%, ggf. in Stufen, bis auf 60% erhöhen! Das wäre eine mutige Reform, die den Namen verdiente! Ähnlich mutig wie seinerzeit die Schröder’schen Agenda-Reformen, nur diesmal zu Lasten der wirklich gut Verdienenden!
    Und die Gegenangriffe werden auch nicht größer!
    Nur Mut!
    Es sind Wahlkampfzeiten:
    https://youtu.be/dOa-fcp74uU
    Und im übrigen: nach der Wahl ist vor der Wahl:
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4
    Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören!
    PS: In gleicher Weise auch Super-Einkommen zur Finanzierung von Renten/Kranken/Pflegeversicherung heranziehen! Und weshalb gewisse Superreiche bei der Erbschafts-Steuer “geschont” werden ist ebenso wenig einzusehen wie der Verzicht auf die in vielen westlichen Ländern – wie früher auch in der BRD – übliche Vermögens-Steuer!

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