Unions-Generalsekretäre mahnen neue Geschlossenheit an

Jetzt geht der Blick nach vorne

Die Generalsekretäre von CDU und CSU, Paul Ziemiak und Markus Blume, haben die Schwesterparteien nach der heftigen Kritik der Parteijugend am Zustand der Union aufgerufen, ihr Zerwürfnis über den Wahlkampf zu überwinden und neue Geschlossenheit zu zeigen. „Jetzt geht der Blick nach vorne“, sagte Blume dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Wir sind Opposition, wir werden diese Oppositionsrolle nur kraftvoll spielen können, wenn wir uns dann auch wirklich auf unsere Kerntugenden besinnen.“ Das habe auch viel mit Kämpfen zu tun.

Die Unzufriedenheit der Delegierten beim „Deutschlandtag“ der Nachwuchsorganisation am Samstag in Münster sei nachvollziehbar, sagte Blume. Nach einem solchen Wahlergebnis – die Union stürzte mit 24,1 Prozent auf ihr bisher schlechtestes Wahlergebnis – müsse es eine ehrliche Aussprache geben. „Entscheidend ist, dass man jetzt die richtigen Schlüsse zieht.“ Auf die Frage, ob CDU und CSU ihre Zerrissenheit durch den Machtkampf der Parteivorsitzenden Markus Söder und Armin Laschet um die Kanzlerkandidatur überwinden werde, sagte Blume: „Nach einem klärenden Gewitter ist in der Regel die Sonne wieder da und darauf setzen wir.“

Ziemiak sagte dem RND zum Zustand der Union im Wahlkampf: „Unsere Parteien waren nicht so geschlossen.“ Der kritische Hinweis in den eigenen Reihen, dass sogar die SPD besser zusammengehalten habe, sei „tatsächlich ein harter Vorwurf“. Ziemiak versicherte: „Das nehme ich mir sehr zu Herzen“. Er mahnte aber: „Es gibt keine Patentlösungen nach dem Motto: Jetzt wird alles gut.“ Natürlich müsse kritisch über diesen Wahlkampf gesprochen werden und die Frage der Erneuerung der Union gestellt werden. Die Parteijugend müsse dabei mitgenommen werden. „Ich finde, dass wir eine Verjüngung brauchen an allen möglichen Stellen“, so Ziemiak. +++

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