Der Sonderbeauftragter des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR für den Mittelmeerraum, Vincent Cochetel, geht nicht davon aus, dass es zu einer neuen Flüchtlingskatastrophe in Europa kommen wird, falls der Bürgerkrieg in Libyen weiter eskaliert. "Ich glaube nicht, dass es einen massiven Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Libyen in Europa geben wird", sagte er dem "Spiegel". In Tunesien seien bereits mehr als eine Million Libyer. "Sollte die Lage in Libyen eskalieren, werden viele Menschen eher nach Tunesien gehen, als in hoher Zahl auf Boote zu steigen." Dennoch verzeichne man aktuell einen "deutlichen Anstieg" der Flüchtlingszahlen, so Cochetel weiter. "Das lässt sich nur durch die vorrückenden Truppen von General Haftar erklären." Denn die See sei in den ersten Tagen des Jahres rau gewesen, normalerweise legten bei dem Wetter weniger Boote ab. "Inzwischen verlassen auch Libyer ihr Land per Boot", sagte der UNHCR-Vertreter. Das sei neu. Am Sonntag findet in Berlin ein Spitzentreffen zur Vermittlung im Libyen-Konflikt statt. Ziel des Gipfels ist unter anderem eine Durchsetzung des bestehenden UN-Waffenembargos. Langfristig soll ein dauerhafter Waffenstillstand erreicht werden. +++
Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.
Unbedingt notwendige Cookies
Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar