Unbefristeter Poststreik beginnt auch in Hessen

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Fulda. Nach und nach ruft Verdi alle sieben hessischen Briefzentren in den Streik. Bei den Briefzentren in Kassel, Langgöns, Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt haben die Streikaufrufe bereits begonnen. Auch das Briefzentrum in Fulda wird in absehbarer Zeit in den Streik einbezogen. Für heute rechnet Verdi in Hessen mit 385 streikenden Postlerinnen und Postler. In den nächsten Tagen wird sich die Anzahl der Streikenden erhöhen.

In den Briefzentren werden die tagsüber bei der Deutschen Post AG eingelieferten Briefe auf Leitbereiche sortiert und bundesweit versendet. Ferner werden die Briefe, die im Wirkungsbereich eines Briefzentrums von Briefzustellern zugestellt werden sollen, auf die jeweiligen Zustellbereiche sortiert, sogar in sogenannter Gangfolge des Zustellers.

„Die Laufzeit der Briefe wird durch den Streik nicht mehr kalkulierbar sein“, so Detlev Borowsky von ver.di Hessen. „Nach sechs Verhandlungsrunden mit insgesamt zehn Verhandlungstagen konnte die Post sich selbst nach zwei Tagen Bedenkzeit nicht inhaltlich auf ein ver.di-Gesamtangebot zur Lösung aller Probleme äußern. Deshalb ist ein unbefristeter Streik nötig, um den Konflikt zu entscheiden“, so Borowsky weiter. Die zuständige ver.di-Konzerntarifkommission hatte das Scheitern der Tarifverhandlungen erklärt, nachdem die Deutsche Post das umfassende Angebot von ver.di nicht angenommen hatte.

Das Verdi-Gesamtpaket sah unter anderem vor, die 49 kürzlich gegründeten Regionalgesellschaften (DHL Delivery GmbHs) in den Haustarifvertrag der Deutschen Post AG zurück zu führen. Außerdem beinhaltete es eine Verlängerung der Schutzregelungen zu Kündigungen und Fremdvergabe. Auf eine lineare Einkommenserhöhung in diesem Jahr wollte ver.di verzichten und die bestehende Entgelttabelle für alle neu eingestellten Beschäftigten strukturell verändern. Danach wären diese künftig nicht mehr nach zwei, sondern erst nach drei Jahren in die jeweils nächsthöhere Erfahrungsstufe aufgestiegen. +++ fuldainfo


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1 Kommentar

  1. dam Verhaltennder Deutschen Post Ag ist gegenüber Ihren Mitarbeiter und den Kunden eine absolute Frechheit. Es bleibt nur zu hoffen das die Konkurenz diesen Streik für sich nutzt und endlich das quasi Monopol der Post Ag in der Briefzustellung bricht .

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