Ukraine: Ban fordert Freilassung der festgehaltenen OSZE-Mitarbeiter

Ukraine

New York. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat eine sofortige und bedingungslose Freilassung der in der Ostukraine von pro-russischen Separatisten festgehaltenen Mitarbeiter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) gefordert. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, so Ban am Montag. Internationale Missionen müssten ihre Arbeit in der Ukraine ungehindert ausführen können.

Der UN-Generalsekretär rief erneut zu einer Deeskalation der Lage auf. Eine politische und diplomatische Lösung der Krise sei längst überfällig. Sieben OSZE-Beobachter, fünf Angehörige des ukrainischen Militärs und ihr Fahrer waren am Freitag in der ostukrainischen Slowjansk als Geiseln genommen worden. Am Sonntagabend war einer der Beobachter aus medizinischen Gründen freigelassen worden. Eine baldige Freilassung der übrigen Beobachter gilt als unwahrscheinlich, da die Separatisten sie offenbar gegen festgenommene Aufständische austauschen wollen, die derzeit in ukrainischen Gefängnissen sitzen.

OMV fordert schnelle Nutzung der ukrainischen Gasvorräte

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV fordert eine schnellen Nutzung der Gasvorräte im Krisenland Ukraine, damit sich das Land aus der energiepolitischen Umklammerung Russlands lösen kann. „Derzeit produziert die Ukraine jährlich 20 Milliarden Kubikmeter Gas, hat aber einen Verbrauch von 50 Milliarden Kubikmetern“, sagte CEO Gerhard Roiss in einem Interview mit dem „Handelsblatt“. „Dabei könnte das Land bei politischer Stabilität und entsprechenden Investitionen vom Importeur zum Exporteur werden.“ Der Manager fordert eine rasche Privatisierung von Staatsbetrieben, um die Gasvorräte in dem osteuropäischen Land zu erschließen. „Es muss schnell und gründlich privatisiert werden. Es wird niemand in die Ukraine investieren, wenn weiter Oligarchen das Land beherrschen und kein Rechtsschutz für ausländische Investoren besteht“, sagte Roiss weiter. „Gas ist keine Waffe und darf auch erst gar nicht zur Waffe gemacht werden.“ Als positives Beispiel nannte der OMV-Chef das Nachbarland Rumänien. „Noch importiert das EU-Land Gas, doch bis zum Jahr 2020 machen wir mit unseren Investments Rumänien zum Exporteur von Gas. Wir haben im Schwarzen Meer potenziell große Gasfelder entdeckt, die wir nun entwickeln“, sagte Roiss. Die Kehrtwende könne auch in der Ukraine gelingen, wenn die Voraussetzungen für private Investoren geschaffen würden. Die OMV erzielte im vergangenen Jahr mit 27.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 42 Milliarden Euro. +++ fuldainfo

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2022, 05:22 Uhr
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