TTBL: Neu-Ulm mischt weiter vorne mit

Düsseldorf müht sich gegen Bad Homburg

Neu-Ulms Emmanuel Lebesson. Foto: BeLa Sportfoto.

Der TTC Neu-Ulm bleibt das Team der Stunde in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Am Sonntag setzten sich die Schwaben am 6. Spieltag mit 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen durch und untermauerten dadurch Tabellenplatz zwei. Ganz vorne steht Rekordmeister Borussia Düsseldorf, der ein 3:0 gegen den TTC OE Bad Homburg holte. Der TSV Bad Königshofen gewann 3:1 gegen den ASV Grünwettersbach.

Fünftes Spiel, fünfter Sieg: Der TTC Neu-Ulm war auch am Sonntag nicht zu bezwingen und hat durch das 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen am 6. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) seine Ambitionen auf einen Platz in den Play-offs untermauert. Mit nun 10:0 Punkten verteidigte Neu-Ulm den zweiten Tabellenplatz. Entscheidender Mann war einmal mehr Emmanuel Lebesson: Der Franzose holte seine Einzelsiege Nummer fünf und sechs in der TTBL. Im Auftakteinzel schlug er Ovidiu Ionescu mit 3:1 (8:11, 11:7, 11:5, 11:6), im Spitzeneinzel wenig später Steffen Mengel mit 3:2 (11:8, 11:9, 10:12, 7:11, 11:2).

Der weitere Punkt Neu-Ulms ging auf das Konto von Vladimir Sidorenko, der beim 3:2 (6:11, 11:8, 6:11, 11:9, 11:8) gegen Mengel das Break schaffte und seinen zweiten Einzelsieg im TTC-Trikot feierte. 14 Tage zuvor hatte der 18-Jährige 3:2 gegen Grenzaus Ioannis Sgouropoulos gewonnen. „Ich habe noch nicht so oft in der Bundesliga gegen Spieler dieses Formats gespielt“, sagte Sidorenko anschließend, „umso wichtiger ist dieser Sieg für mich.“ Den einzigen Punkt Mühlhausens holte Daniel Habesohn auf Position drei durch ein 3:0 (11:7, 11:6, 11:8) gegen Tiago Apolonia. „Wir waren heute in den entscheidenden Momenten etwas zu zögerlich und zu passiv“, ärgerte sich der Österreicher über die bereits dritte Niederlage seines Teams. „Das hat Neu-Ulm eiskalt ausgenutzt.“

Düsseldorf müht sich gegen Bad Homburg

Mehr Mühe als erwartet hatte Borussia Düsseldorf mit Aufsteiger TTC OE Bad Homburg. Der 3:0-Sieg, durch den der Rekordmeister mit nun 14:0 Punkten an der Spitze bleibt, liest sich zwar deutlich, die Einzel aber waren es ganz und gar nicht. Bad Homburg nämlich verkaufte sich teuer und überraschte insbesondere in Person von Maksim Grebnev. Der 18-Jährige lieferte ein bärenstarkes TTBL-Debüt ab und durfte nach 20 Minuten angesichts von 2:1 Sätzen sogar vom Coup gegen Timo Boll träumen. Der Superstar der Borussia schlug allerdings zurück und gewann 3:2 (10:12, 11:5, 3:11, 11:4, 11:4) und brachte die Borussia mit 1:0 in Führung.

Hätte Grebnev das ungleiche Duell gewonnen und das Break geschafft, der weitere Nachmittag wäre vielleicht gänzlich anders verlaufen. So aber ging der Sieg letztlich an die Borussia. Zwar hatte auch Anton Källberg beim 3:2 (7:11, 11:7, 11:5, 8:11, 11:6) gegen Rares Sipos ebenso Probleme wie Kristian Karlsson beim abschließenden 3:1 (8:11, 11:4, 11:9, 12:10) gegen Lev Katsman. Die Punkte aber gingen stets an Düsseldorf. Statt Zählern gab es zumindest Komplimente für den TTC: „Großer Respekt für die Leistung von Bad Homburg. Ich bin mir sicher, sie werden noch viele Mannschaften ärgern“, sagte Borussia-Manager Andreas Preuß. Der neue Coach Bad Homburgs, Tobias Beck, sagte: „Ich denke, wir haben uns heute sehr gut präsentiert. Natürlich hat es noch an der Erfahrung auf diesem Niveau gefehlt, aber wir haben uns ein wenig Respekt verdient.“

Steger-Vertreter Salifou führt Bad Königshofen zum zweiten Sieg

Erstaunlich souverän präsentierte sich der TSV Bad Königshofen, der die Misserfolgsserie von vier Niederlagen in Folge durch ein 3:1 gegen den ASV Grünwettersbach beendete. Dabei trotzten die Unterfranken sogar dem Fehlen von Bastian Steger, der verletzungsbedingt kurzfristig passen musste. Sein Vertreter Abdel-Kader Salifou avancierte zum entscheidenden Mann. Mit einer 0:3-Bilanz in der TTBL in den Spieltag gegangen, tat der Franzose am Sonntag alles, um diese aufzupolieren. Im Auftakteinzel fuhr Salifou ein 3:1 (13:11, 12:10, 4:11, 11:8) gegen Tobias Rasmussen ein; im Spitzeneinzel machte er wenig später alles klar für den TSV durch ein 3:2 (11:8, 6:11, 5:11, 12:10, 11:9) gegen Wang Xi. „Zum ersten Mal habe ich in der TTBL zwei Siege feiern können. Ich werde heute Nacht bestimmt gut schlafen“, sagte der 30-Jährige anschließend.

Der weitere Punkt Bad Königshofens ging auf das Konto von Kilian Ort, der im zweiten Einzel das Break schaffte. Mit 3:1 (11:8, 10:12, 11:3, 12:10) setzte sich der 24-Jährige ebenfalls gegen Wang durch und brachte dem ASV-Spitzenspieler damit die erste Saisonniederlage bei. Für den ASV war einzig Dang Qiu erfolgreich, der auf Position drei ein 3:1 (11:8, 8:11, 11:2, 11:8) gegen Filip Zeljko holte. „Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Es ist sehr schade, dass es nicht geklappt hat und wir die zehn Punkte vorerst verfehlt haben“, sagte ASV-Coach Joachim Sekinger, dessen Team mit nun 8:6 Zählern auf Platz vier steht. „Glückwunsch an Bad Königshofen. Dass sie ohne Bastian Steger eine so starke Leistung gezeigt haben, beweist mal wieder, wie stark und ausgeglichen die TTBL ist.“ +++ pm

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