„Die Zustellung der Deutschen Post AG ist zurzeit zumindest in einigen Stadtteilen Fuldas mehr als unterirdisch!“ Kritisiert der SPD-Stadtverband Fulda in einer Mitteilung. Man habe sich mittlerweile daran gewöhnt, dass montags keine Post mehr zugestellt werde. Was natürlich ohne Vorwarnung geschah. Was in den letzten vier Wochen passierte, das schlägt allerdings dem Fass den Boden aus, kritisiert Co-Vorsitzender und Stadtverordneter Tritschler.
Eine abonnierte Wochenzeitschrift, die samstags zugestellt werden muss, kam dienstags, mal mittwochs und diese Woche noch gar nicht. Die Laufzeit von Briefen nimmt Zeiträume ein, die wohl zu Zeiten von Thurn & Taxis üblich waren. Ein wichtiger Termin konnte deshalb nicht eingehalten werden, weil der Brief eine Woche unterwegs war.
Dies seien Beispiele aus der eigenen Erfahrung. Bekannt sei aber, dass zumindest in den Stadtteilen Haimbach und Neuenberg diese Missstände vorhanden sind. Warum die Post AG keine Anstrengungen unternehme um diese Zustände abzustellen, bleibe wohl ihr Geheimnis. „Das ist allerdings mit dem Serviceauftrag der Post AG nicht vereinbar!“ Wer örtliche Ansprechpartner sucht um sich darüber zu beschweren, wird kaum fündig. In der Anonymität des Konzerns verliere sich die Suche, musste Tritschler leider feststellen. Ob die in die Postzentrale nach Bonn gesendete Beschwerde etwas bewirke, darauf wartet man gespannt.
Die Post AG betreibe „eine für die Bevölkerung absolut schädliche Unternehmenspolitik“, kritisiert der Co-Vorsitzende. Auf der einen Seite werde das Briefporto permanent erhöht, gleichzeitig die Serviceleistungen heruntergefahren. Der Effekt ist gewollt: maximale Gewinnsteigerung. Ein Unternehmen, an dem der Bund beteiligt ist, sollte aber zuerst die Serviceleistungen im Blick haben. Hier ist allerdings auch der Bund gefordert, sein Kontrollrecht als Anteilseigner sorgfältig auszuüben, heißt es zum Schluss der Mitteilung. +++

Seit einer Woche überhaupt keine Postzustellung in der St. Gallener Straße auf dem Stadtteil Aschenberg in Fulda. Hat die Post den Infrastrukturauftrag Postzustellung aufgekündigt? Was ist aus der Post geworden? Bananenrepublik?
Gibt es eine Beschwerdenummer der Post hier in Fulda .
bekomme schon Wochenlang nicht mehr meine Sternzeitschrift sonst vor 2 Monaten immer pünktlich Donnerstags .Auch bei Verlag nachgefragt er schickte mehr mehrmals Exemplare des Stern nach.Diese wurden dann bis zu5 Tage später ausgeliefert.Wichtiger Brief von Alsfeld nach Fulda 45 km brauchte ganze 10 Tage Stempel 1.11. ausgeliefert 10.11.für 45 Kilometer .Wollte in schon per Wanderung abholen.Das ist grosse Mangel des Magmentents.Mehr Zusteller weniger in den oberen Stellen.Aber wenn instissiert das schon.Die Zahlen des Unternehmens müssen immer weiter steigen.Armes Deutschland .
Ich möchte an dieser Stelle nachträglich eine Beobachtung von heute, Samstag bzw. Freitag wiedergeben:
Am Freitag wurden bei uns hier im Nordend eine ganze Menge Briefe zugestellt, weil die reguläre Zustellung offenbar ins Stocken geraten war. Die Post war mit ZWEI Wagen unterwegs!
Heute am Samstag gab die ehemalige Stammzustellerin aus meinem Viertel zu, dass sogar Wahlbenachrichtigungen liegen geblieben sind, die sie zum Teil erst heute zugestellt hat.
Ob das wichtig ist, dass die Post solche wichtigen Dokumente wie Wahlbenachrichtigungen verspätet oder evtl. gar nicht zustellt müssen andere beurteilen.
Allerdings frage ich mich schon, was da bei der Post los ist und ob die hier in Fulda überhaupt noch ihre hoheitlichen Aufgaben erfüllen kann.
Vielleicht wird man ja am Sonntag eine geringe Wahlbeteiligung feststellen, weil eine Reihe von Menschen im Raum Fulda gar keine Wahlbenachrichtigung – und damit den Wahlschein – erhalten haben. Solange es sich hier nur um SPD bzw. Wähler der Grünen oder der Linken handelt muss das unseren OB und die heimische CDU nicht stören.
Wer weiß, ob die Post demnächst nur noch Wahlbenachrichtigungen an treue CDU Wähler zustellt in Vierteln, wo traditionell viele Wähler CDU wählen.
Aber das sind böse Gedanken, die man besser nicht weiterdenkt. Oder?
Was vor allem so schlimm ist: es werden nach wie vor ausländische Billigzusteller aus Osteuropa ohne ausreichende Deutschkenntnisse eingestellt, die dann sowohl Briefe als auch Pakete zustellen sollen in einem Land das ihnen völlig unbekannt ist und in einer Sprache, die sie nicht verstehen. Nichts gegen Ausländer, aber sie sollten wenigstens genug Deutsch sprechen, um ihre Aufgaben hier erledigen zu können.
Wenn dann ein Zusteller so halbwegs in seinem Gebiet eingearbeitet ist und einigermaßen Deutsch spricht wird er VERSETZT! Das ist fast schon so wie in der DDR, wenn Arbeiter, die sich in einen Bereich eingearbeitet hatten versetzt wurden, weil es der Planwirtschaft so gepasst hat.
Meine zahlreichen Beschwerden in Richtung Deutsche Post AG bzw. DHL wurden zwar beantwortet, aber nur mit den üblichen Textbausteinen (wir haben vollstes Verständnis, wir bedauern …). Ändern tut sich nix. Die Kleinstädte sind der Deutschen Post AG völlig egal. Das wird auch Herr Tritschler bald bemerken.
Mein Vorschlag an DHL: Stellt doch Zusteller aus Indien ein, die weder Deutsch noch Englisch können. Das wäre dann lohnmäßig gesehen das Optimum, weil billiger geht´s kaum noch. Oder doch: Hartz IV-ler auf 1 EUR Basis wären noch billiger, weil die die Post gar nix kosten.
Schöne neue Billigwelt.
Ach ja, Hartz IV-ler: wer übrigens eine wichtige Einladung vom Amt erwartet und sie dann verspätet oder gar nicht erhält wird dann gekürzt, weil die Postzustellung aus Rumänien geschludert hat. Absolut toll.
Und noch was für die Wohlhabenden: wenn so manch ein Luxusbungalowbesitzer, dessen Ehefrau gerne online bestellt, irgendwann nach dem Urlaub feststellt, dass die Hütte leergeräumt wurde dann liegt´s evtl.am Paketzusteller, der im Auftrag seiner buckligen Verwandtschaft aus Rumänien oder Moldavien die Luxusvillen ausspioniert hat. Wo was zu holen ist, wissen die Paketzusteller am Allerbesten. Nur die Bullerei rätselt noch, woher die osteuropäischen Gauner soviel wissen. Also aufgepasst beim Online Kauf! ;-)
Es ist wirklich „unterisch“ zu glauben, dass mit Privatisierungen eine bessere Versorgung hinzubekommen ist. Es ist liegt in der Natur der Sache, dass Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl (CDU) schon 1989 den Grundstein für die Veräußerung von Staatsunternehmen gelegt hatte, doch das führte die SPD 2005 mit dem Finanzminister Hans Eichel fort mit dem Ziel bis 2006 alle Post- und Telekom-Anteile verkaufen. Somit wurde die politische Einflussnahme aufgehoben und die Grundversorgung endgültig in Frage gestellt und das mit dem Ziel kurzfristig und einmalig 15,45 Milliarden im Bundeshaushalt 2005 einplanen zu können. In der Folge veränderte sich das Unternehmen Post als weltweit agierendes Unternehmen, in dem die Personalpolitik sich maßgeblich änderte. Vollzeitverträge in den Bereichen Trennung, Vorbereitung und Zustellung (TVZ) wurden durch Teilzeitverträge ersetzt. An die Stelle sozialversicherungspflichtiger Arbeitsverträge traten zunehmend 400-Euro-Jobs. Neu eingestellte Beschäftigte erhielten weniger Gehalt als schon länger beschäftigte Mitarbeiter. Es wurde immer mehr auf Leiharbeiter und Saisonkräfte aus dem Billiglohnsektor zurückgegriffen, Teilbereiche wurden ausgelagert, so laut ver.die im Jahre 2008.
Der Haushaltsexperte Steffen Kampeter (MdB, CDU) kritisierte schon 2005 das Ausmaß der geplanten Privatisierungen an: „Eichel verschleudert das Tafelsilber ohne Rücksicht auf Verluste. Mit dieser kurzsichtigen Politik wird er auf dem Bauch landen“. Die Konsequenzen werden immer deutlicher.
Da wundert es schon sehr, dass auf Seiten der SPD sich über mangelnde Postzustellungen geäußert sind, wenn selbst die Privatisierung vorangetrieben wurde und eine Umkehr nicht erkennbar ist.