Nüsttal. Sich in der Sonne räkeln, Wasser und Wind spüren, die Landschaft in sich aufsaugen und die Seele baumeln lassen, das ist Sommerfeeling. Wem der Sinn nicht nach langen Autofahrten steht oder wer lieber die Ruhe mit der Familie zu Hause sucht, der ist über örtliche Freizeit- und Erholungseinrichtungen froh. Ein solches Angebot ist das Freibad im Nüsttaler Ortsteil Gotthards.
Direkt am Ortsausgang Richtung Hilders gelegen, folgt man der Beschilderung über die Kettener Straße zum geräumigen Parkplatz vor dem Haupteingang. Der Nüsttal-Radweg und der Hochrhöner tangieren das Schwimmbad ebenfalls. Umgeben von hohem dichtem Bewuchs ist es nicht einsehbar und gleichzeitig gegen Verkehrsgeräusche abgeschirmt. Sowohl die umgebenden Höhenzüge als auch der schattenspendende Baumbestand verleihen der Anlage einen besonderen Charme. Das wissen nicht nur die Nüsttaler Schwimmbadbesucher zu schätzen. Abkühlungsuchende aus Hünfeld oder anderen Orten im Hessischen Kegelspiel sind dort ebenfalls zu finden. Sogar Bundestagsabgeordneter Michael Brand hat sich dort schon mit seiner Familie vom Alltagsstress erholt. Weil das Schwimmbad nicht überlaufen, die Wassertemperatur sehr angenehm und das Gelände übersichtlich sei, habe sich der Weg von Fulda nach Gotthards gelohnt, so sein Urteil
Am 1. Juli 1970 wurde das Freibad in der damals noch eigenständigen Gemeinde Gotthards eröffnet. Es verfügt über ein 10x25 Meter großes Schwimmbecken mit einer Rutsche und einem zusätzlichen Planschbecken für die kleinsten Wasserratten. Im Jahre 1993 wurde auf dem Dach der Umkleideräume eine Solaranlage installiert, die das Wasser aufheizt. Für Kinder gibt es ein Spielzentrum mit Rutschbahn, Turmhaus und Schaukeln sowie Tischtennisplatten. Seit dem Jahr 2006 verfügt das Gotthardser Schwimmbad auch über ein Beachvolleyballfeld. Natürlich darf die Gastronomie nicht fehlen. Brigitte und Günther Ader haben diese Aufgabe übernommen. Sie wissen, was Badegäste wünschen, denn sie hatten über Jahrzehnte die Bewirtung im Hünfelder Hallenbad inne.
Trotz seiner reizvollen Lage musste die Gemeinde Nüsttal feststellen, dass das Freischwimmbad aus Mitteln des gemeindlichen Haushaltes nicht finanzierbar ist. Am 17. März 2015 fand eine Versammlung statt, zu der Vereine, Institutionen und die Bürger der Gesamtgemeinde eingeladen waren. Die Resonanz war enorm. Als Ergebnis wurde am 4. Mai 2015 der Förderverein Freibad Gotthards mit dem Vorsitzenden Torsten Eich, seinem Stellvertreter Andreas Hess und Schriftführerin Daniela Möller gegründet. Für die Finanzen ist Matthias Flügel zuständig. Das ehren amtliche Engagement unterstützen als Beisitzer Maximilian Dorschel, Noel Herbert und Arnold Will sowie weitere Bürgerinnen und Bürger mit einem Mitgliedsbeitrag von zwölf Euro jährlich.
Bürgermeisterin Marion Frohnapfel bewertet die bauliche Situation des Freibads positiv, und so bleibt die technische Zuständigkeit bei der Gemeinde. Der Förderverein kümmert sich um die organisatorischen und handwerklichen Maßnahmen sowie das Marketing. Zwischen 50 und 300 Besucher zählt man je nach Wetterlage am Tag. Mitte Juli gab es einen Malwettbewerb und den Schwimmbadtag der Grundschule Hofaschenbach. Ab 10. August wird ein kostenloser Shuttle-Bus für alle Nüsttaler Ortsteile angeboten. Und am 22. August gibt es ein großes Schwimmbadfest, bei dem der Förderverein auf gutes Wetter und viele Besucher hofft. Geöffnet ist das Freischwimmbad Gotthards täglich von 10 bis 19 Uhr und bei schönem Wetter auch länger. Die Tageskarte kostet für Erwachsene zwei Euro, und auch die Jahreskarte mit 25 Euro beziehungsweise die Jahres-Familienkarte mit 50 Euro sind „Traumpreise“, besonders für Familien mit mehreren Kindern. +++ fuldainfo
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