Tatverdächtiger nach Berliner Terroranschlag freigelassen

Berlin. Der wegen des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Montagabend vorläufig festgenommene Beschuldigte ist am Dienstagabend wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Abend mit. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse hätten keinen dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten ergeben. Der Mann habe in einer polizeilichen Vernehmung umfangreiche Angaben gemacht, eine Tatbeteiligung jedoch bestritten. „Eine lückenlose Verfolgung des Lkw-Fahrers nach dem durchgeführten Anschlag ist durch Augenzeugen nicht erfolgt“, so die Bundesanwaltschaft. „Die durchgeführten kriminaltechnischen Untersuchungen konnten eine Anwesenheit des Beschuldigten während des Tatgeschehens im Führerhaus des LKW bislang nicht belegen“, hieß es weiter.

24 Verletzte aus Krankenhaus entlassen

Nach dem Berliner Terroranschlag ist genau die Hälfte der Verletzten wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. „24 Verletzte vom Breitscheidplatz konnten die Krankenhäuser bereits verlassen und sind wieder bei ihren Angehörigen“, teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit. Nach letzten Angaben gab es insgesamt 48 Verletzte, darunter 18 Schwerverletzte. Elf Menschen wurden durch die Fahrt des Lkw auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz unmittelbar getötet, außerdem wurde in der Fahrerkabine ein polnischer Lkw-Fahrer tot gefunden, der den Terroranschlag aber nicht verübt haben soll. +++


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1 Kommentar

  1. Dumm gelaufen! Mal wieder.

    Das kommt eben davon, wenn man Laien die eigentliche Polizeiarbeit überlässt und dann noch zu faul ist, die gewonnenen „Informationen“ mal kritisch zu hinterfragen.

    Und das ist nicht das erste Mal in den letzten Jahrzehnten, daß sich unsere hochgelobtte Polizei bis auf die Knochen blamiert hat:

    – Amoklauf von München: der Attentäter läuft nach der Tat unbehelligt zwei Stunden lang durch München. Währenddessen spielt die Polizei Haschmich mit den eigenen Leuten! Bis heute weiß niemand, was da alles an Pannen passiert ist und warum.

    – NSU-Morde: Jahrelang ermorden Nazis ungestört in Deutschland Ausländer und die Polizei guckt weg oder beschuldigt das Umfeld der Opfer der Tat. Und der Verfassungsschutz hat auch noch alles beobachtet. Richtig toll!

    – Oktoberfestattentat von München: auch hier wird bis heute behauptet, daß es sich um einen verwirrten Einzeltäter handelte, obwohl es heute genügend Fakten gibt, die auf mehrere Täter hinweisen. Auch hier dasselbe Strickmuster: hat sich die Polizei erst mal auf ihren Irrtum festgelegt, wird das groß und breit als Erfolg verkauft. Und hier wie dort manchmal über Jahre hinweg!

    Schade, daß es in Deutschland so wenig fähige Mordermittler gibt. Offenbar haben hier die Stellenkürzungen der letzten Jahre und Jahrzehnte ganze Arbeit geleistet. Mehr als Knöllchen schreiben kann die Polizei offenbar nicht. Wie beruhigend für das kriminelle Millieu!

    Derrick oder Tatort und die dortigen Erfolge der Ermittler sind eben nur eines: reine Fantasie! Das sollte man am Anfang eines jeden Krimis zeigen: Die Erfolge und die Arbeit der hier gezeigten Ermittler sind rein fiktiv!

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