SuedLink- Woide: Region Osthessen bleibt Korridoralternative

Vorschlagskorridor für SuedLink nicht durch den Landkreis Fulda

Landrat des Landkreises Fulda Bernd Woide (CDU)
Landrat des Landkreises Fulda Bernd Woide (CDU)

Fulda. Positiv hat Landrat Bernd Woide auf die Ankündigung des Übertragungsnetzbetreibers Tennet vom heutigen Tag reagiert, den Vorschlagskorridor für das sogenannte SuedLink-Projekt nicht durch den Landkreis Fulda zu führen. Auf der Grundlage dieses Vorschlagskorridors wird Tennet nun einen Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur stellen. Dieser Antrag ist der Beginn des eigentlichen Raumordnungsverfahrens für das SuedLink-Projekt.

Der Landkreis Fulda hatte sich bereits Ende November des letzten Jahres, also unmittelbar nach der Bekanntgabe der Korridorvarianten an Tennet gewandt, und in einer umfangreichen Stellungnahme auf die erheblichen Raumwiderstände für das SuedLink-Projekt im Kreisgebiet aufmerksam gemacht. Diese gravierenden Raumwiderstände sind nach Auffassung von Landrat Woide sicherlich auch einer der Gründe dafür, die Tennet zu einem Vorschlagskorridor außerhalb der Region bewogen haben.

Festzuhalten bleibt jedoch, dass die SuedLink-Korridore durch den Landkreis Fulda auch weiterhin von Tennet als Alternativplanungen Berücksichtigung finden. Der Landkreis Fulda wird daher auch im Rahmen des jetzt anstehenden Bundesfachplanungsverfahrens auf die gravierenden Raumwiderstände im Kreisgebiet, z. B. Ver- und Entsorgungsleitungen, bestehende Stromtrassen, Verkehrswege, städtebauliche Entwicklungsflächen und Naturschutzbelange, gegenüber der Bundesnetzagentur hinweisen. +++

 
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1 Kommentar

  1. Was ist Suedlink? Eine Stromleitung, um Ökostrom aus einem Windpark in der Nordsee nach Bayern zu leiten. Insofern ist es wurschtegal, ob diese Leitung durch den Landkreis Fulda führt oder nicht. Da kann man die auch durch Thürigen führen.

    Aber was wird in Fulda sein, wenn die AKWs tatsächlich abgeschaltet werden und unsere traditionelle Stromversorgung hier so langsam zusammenbricht?

    Wird dann Landrat Woide auf sein Fahrrad steigen und selber Strom erzeugen? Und alle Beschäftigten des Landkreises motivieren, dasselbe zu tun? Sicher nicht!

    Doch die Folgen für den Landkreis Fulda, wenn diese neue Technik eben nicht durch den Landkreis Fulda führt könnte evtl. in der Zukunft einige wichtige Optionen für erneuerbare Energie hier sehr teuer machen.

    Übrigens: war die Rhönenergie nicht an einem Windparkprojekt in der Nordsee beteiligt? Und ist nicht der Landrat Woide Mitglied im Aufsichtsrat eben dieser Rhönenergie?

    Aber nein! Das muss ein anderer Herr Woide sein. Denn niemand kann gleichzeitig für Ökostrom aus der Nordsee und gegen die Nutzung derselben über Südlink sein.

    Oder?

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