SuedLink – Klotzsche: Arnold und Meysner sollen Interessen der Region vertreten

Fulda. Mario Klotzsche, Vorsitzender der FDP Fraktion im Kreistag Fulda, fordert die beiden direkt gewählten Landtagsabgeordneten aus Fulda, Dr. Wald Arnold (CDU) und Markus Meysner (CDU), auf endlich die Interessen der Region im Kampf um den Verlauf der SuedLink-Trasse zu vertreten. „Wir wollen die SuedLink-Trasse nicht, weil sie schlicht überflüssig ist. In Bayern steht mit dem Gaskraftwerk Irsching das weltweit umweltfreundlichste Kraftwerk überhaupt. Irsching kann die Leistung des AKW Grafenrheinfeld, das noch in diesem Jahr vom Netz geht, ersetzen. Dafür brauchen wir keinen Neubau und schon gar keine Megastromstrasse von 800 Kilometern quer durch Deutschland für zig-Milliarden Euro bauen.

Es ist auch falsch wenn behauptet wird, dass nur Windstrom aus Norden nach Süden transportiert werden würde. Schon aus europarechtlichen Gründen (Richtlinie EG Nr. 72/2009 über den Elektrizitätsbinnenmarkt) muss Tennet allen Marktteilnehmern, ganz unabhängig von der Art der Stromerzeugung, Zugang zu seinem Netz gewähren, also auch Kohlestrom aus dem neuen Großkraftwerk in Hamburg-Moorburg an die süddeutschen Industriestandorte leiten“, so Klotzsche. In der Debatte um den neusten Trassenvorschlag der bayerischen Staatsregierung, die Trasse nicht mehr nach Grafenrheinfeld, sondern nach Grundremmingen zu leiten, hatte Ministerpräsident Volker Bouffier erklärt auf allen Ebenen für die „hessischen Interessen“ kämpfen zu wollen, um dies zu verhindern.

„Offenbar gehört Osthessen, gehört Fulda, für den Ministerpräsidenten dieses Landes nicht zu Hessen. Die Landesregierung hatte erst vor wenigen Wochen im Landtag erneut erklärt, dass eine Trassenführung von Kassel bis Fulda in Ordnung und für den Erfolg der Energiewende notwendig sei. Wenn Bayern die Trasse nun aber nach Westen verschieben will und dann nicht mehr Osthessen, sondern Mittelhessen und Rhein-Main betroffen sind, spricht der Ministerpräsident aber plötzlich von einem Angriff auf ‚hessische Interessen‘. Volker Bouffier und Tarek Al-Wazir befürchten anscheinend, dass nun ihre Wahlkreise, Gießen und Offenbach, vom SuedLink getroffen werden. Doch wenn beide die Energiewende so gerne wollen, dann sollen sie auch die Megastromtrasse nehmen und das ihren Bürgern vor Ort erklären.

Völlig inakzeptabel ist das Verhalten der Fuldaer Landtagsabgeordneten Dr. Walter Arnold und Markus Meysner. Beide sind direkt gewählt, um die Interessen der Region zu vertreten. Sie machen aber genau das Gegenteil. Beide verhalten sich so, als seien sie von König Volker I. aus Wiesbaden als Statthalter eingesetzt und verteidigen sogar die kruden Angriffe der Landesregierung gegen den Vorschlag Bayerns, während sich Landrat Bernd Woide auf die Seite Bayerns schlägt. Arnold und Meysner sollen endlich das machen, wofür sie gewählt wurden, nämlich die Interessen der osthessischen Region vertreten“, so Klotzsche abschließend. +++ fuldainfo

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4 Kommentare

  1. Hier kann ich Herrn Klotzsche nur umfänglich zustimmen. Diese Verkabelung ist unnötig und behindert die Energiewende hin zu regionaler und dezentraler Energieerzeugung!
    Karin Masche, Stadtverordnete Die LINKE.Offene Liste

  2. Die Forderung von Herrn Klotsche muss man unterstreichen!
    Das Verhalten von Dr. Arnold war schon mehrfach widersprüchlich.
    Der Bau von Offshorewindmühlen in der Nordsee war ein riesiger Fehler.
    Völlig irrsinnig wird dort Strom erzeugt, wo ihn niemand braucht.

      • Aber hier vor Ort will ja auch keiner die Windräder haben. Wo soll denn der Strom herkommen, wenn wir keine Atommeiler mehr wollen. In Osthessen keinen Strom produzieren und den woanders produzierten nicht hier durchfließen lassen. So kommen wir mit der Energiewende nun wirklich nicht weiter.

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