Sudetendeutsche Landsmannschaft beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen

Berlin. Mitte der Woche hatte der Bund der Vertriebenen (BdV) zum diesjährigen Jahresempfang in die Katholische Akademie nach Berlin eingeladen. Präsidentin Erika Steinbach (MdB) konnte dabei sehr viele Besucher begrüßen, darunterBundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesinnenminister Thomas de Maiziere und den Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk (MdB).

Für die Sudetendeutsche Landsmannschaft (SL) waren die drei stellvertretenden Bundesvorsitzenden Siegbert Ortmann (Hessen), Stellen Hörtler (Bayern) und Claus Hörrmann (Sachsen) sowie der Präsident der SL-Bundesversammlung Reinfried Vogler unter den in- und ausländischen Gästen. BdV-Präsidentin Erika Steinbach verwies eingangs auf die gute Tradition dieser alljährlichen Veranstaltung und freute sich über das wiederholte Kommen der Bundeskanzlerin, die damit ihre enge Verbundenheit mit den Vertriebenen und diesen Teil der Geschichte zeige.

Sodann zeichnete sie den Historiker und Journalisten Prof. Dr. Guido Knopp mit der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen aus und würdigte damit dessen Fernsehdokumentationen, durch die ein Millionenpublikum den Zugang zu unserer jüngsten deutschen Geschichte gefunden habe. Der Ausgezeichnete bedankte sich für diese hohe Ehre und löste ein bereits früher gegebenes Versprechen ein, seine Dokumentationsmaterialien der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin schenkungsweise zu überlassen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel kam noch zu Wort und bescheinigte dem BdV fast 70 Jahre nach Ende des 2.Weltkrieges noch immer wichtige förderungswürdige Aufgaben. Wörtlich fügte sie hinzu:“ Sie verwalten einen Schatz von Erinnerungen, den es unbedingt zu erhalten gilt!“ Nach den kurzen offiziellen Reden bat Erika Steinbach um einen weiteren zwangslosen Meinungsaustausch unter den Gästen aus Politik, Wirtschaft und den Verbänden, was die Repräsentanten der Sudetendeutschen Landsmannschaft auch gerne und ausführlich nutzten, so beispielsweise mit dem Bundesinnenminister und dem Beauftragten Koschyk.

Der Aufenthalt in Berlin war für die sudetendeutsche Delegation weiter verbunden mit einem Besuch des Auswärtigen Amtes und dortigem Empfang durch den zuständigen Referatsleiters für Mitteleuropa. Karl Matthias Klause, vortragender Legationsrat I. Klasse. Bei dieser Gelegenheit wurden Probleme der sudetendeutschen Volksgruppe in der nationalen und internationalen Darstellung sehr offen angesprochen und diskutiert. Gemeinsam war man sich einig, solche Begegnungen in Zukunft unbedingt zu wiederholen, ja sogar noch auszuweiten, um im politischen Berlin das Bewusstsein über die Sudetendeutschen vielleicht zu erweitern. Siegbert Ortmann, der auch BdV-Landesvorsitzender in Hessen ist, am Schluss des 2-tägigen Veranstaltungsprogramms in der Bundeshauptstadt: „Diese Begegnungen und Kontakte in Berlin können eine Art von Sympathiewerbung für die gesamte sudetendeutsche Volksgruppe in Deutschland sein, die unbedingt noch zu vertiefen ist.“ +++ fuldainfo

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