Sturmtief "Sabine" ließ Hessen nicht unverschont

In Hünfeld wurde ein Dach abgedeckt.

Umgestürzte Bäume, Plakatwände und Bauzäune sind die Folge des bereits seit dem gestrigen Nachmittag wütenden Sturmtiefs in Hessen. Im überwiegenden Teil kam es hierbei zu keinen Fremdschäden. Einige wenige Autofahrer fuhren gegen auf der Fahrbahn liegende Stämme oder Äste. In einzelnen Fällen schädigten herunterfallende Plakate geparkte Fahrzeuge. Im Großen und Ganzen kam Hessen glimpflich davon.

Im Werra-Meißner-Kreis kam es am gestrigen Abend und im Verlauf der vergangenen Nacht zu mehreren Einsätzen, die hauptsächlich durch umgestürzte Bäume zu Behinderungen überwiegend auf den Kreis- und Landesstraße geführt haben. Diese Hindernisse wurden durch die Einsatzkräfte der Straßenmeistereien und Feuerwehren zeitnah beseitigt, so dass es zu keinen größeren Behinderungen kam. Aktuell ist lediglich noch die L3422 zwischen Bad Sooden-Allendorf und Kammerbach (Abfahrt nach Orferode) wegen umgestürzter Bäume voll gesperrt.

Im Rheingau-Taunus-Kreis kam es zu zahlreichen Einsätzen aufgrund umgestürzter Bäume gerufen. Insgesamt 25 witterungsbedingte Einsätze wurden hierbei von der Polizei gezählt. Besonders betroffen waren die Gebiete rund um Bad Schwalbach und Idstein. Immer wieder blockierten umgestürzte Bäume die Fahrbahnen. Im Bereich der L3037, zwischen der Hohen Wurzel und der Abfahrt Taunusstein-Seitzenhahn, wich ein 29-jähriger Pkw-Fahrer einem umfallenden Baum aus und rutschte dabei mit seinem Pkw nach rechts in den Straßengraben. Verletzt wurde hierbei glücklicherweise niemand.

Bis 06.00 Uhr wurden in der Stadt Darmstadt 16 Einsätze, im Landkreis Darmstadt-Dieburg 47, im Kreis Groß-Gerau 16, an der Bergstraße 30 und im Odenwaldkreis 17 Vorkommnisse gemeldet, die mit dem Sturmtief zusammenhingen. Bei einem Großteil dieser Einsätze (92) handelte es sich um Meldungen über umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten oder parkende Fahrzeuge beschädigten. Neben herabfallenden Ästen machten sich auch drei Trampoline in Mühltal-Trautheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg), Darmstadt-Arheilgen und in Mörlenbach (Landkreis Odenwald) sowie eine Dixi-Toilette in Walldorf (Kreis Groß-Gerau) selbständig und landeten auf der Fahrbahn. Bislang wurde bei den Einsätzen eine Person leicht verletzt. Auf der Dieburger Straße in Darmstadt wollte ein Autofahrer einem umgestürzten Baum auf der Fahrbahn ausweichen, kam hierbei von der Straße ab und landete mit dem Auto im "Steinbrücker Teich".

Bislang wurden der Polizei Marburg-Biedenkopf keine durch die Auswirkungen des Sturmtiefs "Sabine" verletzten Menschen gemeldet. Das Sturmtief führte allerdings seit Sonntagnachmittag durch umgestürzte Bäume, verwehtes Astwerk, umgefallene Bauzäune, Plakatwände oder Mülltonnen zu Verkehrsbehinderungen und zu Sachschäden. Über größere Sachschäden liegen derzeit keine Meldungen vor. Derzeit gibt es im Landkreis zwar keine gesperrten Straßen, jedoch müssen Autofahrer noch immer mit Hindernissen rechnen. Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer weiterhin um besondere Aufmerksamkeit.

Auf Hessens höchsten Berg, der Wasserkuppe, wurden Sturmböen bis 145 Stundenkilometer gemessen. Insgesamt ist Hessen nach einer ersten Bilanz der Polizei vom Montagmorgen weniger stark getroffen als erwartet. Der Sturm hat die Feuerwehren im Landkreis Fulda im Laufe der vergangenen Stunden auf Trab gehalten. Es wurden in den betroffenen Gemeinden bis jetzt 111 Einsätze abgearbeitet, die zumeist durch 89 umgestürzte Bäume und 10 beschädigte abgedeckte Dächer verursacht wurden. Aktuell tritt mit dem Abklingen der Sturmböen etwas Entspannung ein. Die Straßenmeistereien und Bauhöfe sind nach wie vor im Dauereinsatz, um die Schäden zu beseitigen.
In der Nacht vom Sonntag auf den Montag kam es lediglich in Großenlüder-Bimbach zu einem größeren Stromausfall, nachdem ein Ast auf eine Mittelspannungsleitung gefallen war. Bereits nach 18 Minuten konnte die Versorgung der betroffenen 20 Trafostationen wiederhergestellt werden.

Bei solchen extremen Wetterlagen profitiert die RhönEnergie Fulda-Gruppe davon, dass in den vergangenen Jahren auch in ländlichen Gebieten viele Freileitungen durch Erdkabel ersetzt worden sind. Die Experten der von der OsthessenNetz GmbH betriebenen modernen Leitzentrale in der Daimler-Benz-Straße (Fulda) haben jederzeit das gesamte Netz im Blick und können im Störungsfall reaktionsschnell handeln. Gleiches gilt für die Montage-Trupps der dezentralen Service-Center, die rund um die Uhr einsatzbereit sind.

Wie die Pressestelle der RhönEnergie Fulda mitteilte, kam es lediglich in der Nacht vom Sonntag auf den Montag in Großenlüder-Bimbach zu einem größeren Stromausfall, nachdem ein Ast auf eine Mittelspannungsleitung gefallen war. Bereits nach 18 Minuten konnte die Versorgung der betroffenen 20 Trafostationen wiederhergestellt werden. Bei solchen extremen Wetterlagen profitiert die RhönEnergie Fulda-Gruppe davon, dass in den vergangenen Jahren auch in ländlichen Gebieten viele Freileitungen durch Erdkabel ersetzt worden sind. Die Experten der von der OsthessenNetz GmbH betriebenen modernen Leitzentrale in der Daimler-Benz-Straße (Fulda) haben jederzeit das gesamte Netz im Blick und können im Störungsfall reaktionsschnell handeln. Gleiches gilt für die Montage-Trupps der dezentralen Service-Center, die rund um die Uhr einsatzbereit sind. +++


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