Sturmtief Bennet lässt Bäume stürzen

Es bleibt unbeständig

Arcivbild

Das Sturmtief Bennet ist über Osthessen und Hessen geweht: Die heftigen Winde sorgten in den Gemeinden und Städten überwiegend für Sachschäden. In Hessen kam es zu zahlreichen Einsätzen für Polizei und Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume, Schilder und umherfliegende Mülltonnen.

Über 40 Einsätze und Meldungen im Zusammenhang mit Sturmschäden verzeichnete das Polizeipräsidium Südhessen bis 15.00 Uhr. Neben einer Vielzahl an umgestürzten Bäumen und in deren Folge blockierten Straßen, wurden auch eher ungewöhnliche Sturmschäden wie ein umherfliegendes Zelt am Ortsausgang von Einhausen (Landkreis Bergstraße) oder ein vom Winde verwehtes Trampolin auf einem Feld Nahe Mörfelden-Walldorf (Landkreis Groß-Gerau) gemeldet. Ebenfalls in der Nähe von Mörfelden-Walldorf hatten eine Mutter und ihr Kleinkind Glück im Unglück, als auf der Bundesstraße 486, direkt vor ihrem Fahrzeug, ein Baum auf die Straße stürzte. Beide blieben bei dem folgenden Zusammenstoß unverletzt. Auf einer Baustelle in der Einhäuser Landstraße in Lorsch führten starke Windböen zum Einsturz einer frisch fertiggestellten Mauer im dritten Obergeschoss eines Rohbaus. Ein an der Mauer arbeitender 48-jähriger Bauarbeiter wurde von Teilen der umstürzenden Mauer erfasst und kam hierdurch zu Fall. Er verletzte sich schwer, sodass er mit dem Rettungswagen zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

In der Einsatzzentrale der Polizei in Offenbach gingen gegen 8.30 Uhr die ersten Meldungen über umgestürzte Bäume, Schilder und Baugerüste ein. Vereinzelt mussten Straßen gesperrt werden, bis die Hindernisse beseitigt waren. Betroffen war überwiegend der Kreis Offenbach, aber auch aus dem östlichen Main-Kinzig-Kreis gingen mehrere Notrufe ein. Bis 14 Uhr wurden mussten die Ordnungshüter zu mehr als 50 Einsätzen ausrücken, bei denen es vermutlich bei Sachschäden blieb. Über verletzte Personen wurde zunächst nichts bekannt. In Schlüchtern hatten sich im Bereich des Daches und der Fassade der Sparkasse Verkleidungsplatten gelöst und sind zu Boden gestürzt. Der Bereich war weiträumig abgesperrt.

Der Wind hatte am Nachmittag einen Einkaufswagen in das Gleis 3 im Fuldaer Bahnhof befördert. Infolgedessen musste der Bahnbetrieb zur Entfernung des Hindernisses kurzfristig gestoppt werden. An beiden Tagen stellten Bundespolizisten bei über 40 Personen anlassbezogen die Identität fest. Hierdurch konnten einige Fahndungsnotierungen festgestellt werden. Bereits am Abend (3.3.) sorgte eine 42-Jährige aus Bad Hersfeld für Ärger. Nach einer Schwarzfahrt in einer Cantusbahn folgten Beleidigungen des Zugpersonals sowie Beleidigungen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte gegenüber den eingesetzten Bundespolizisten. Zudem hatte die Frau noch kleinste Mengen Betäubungsmittel dabei. Nach den polizeilichen Maßnahmen kam die Hersfelderin wieder frei.

In Kassel drohte von einem Gebäude ein größeres, vom Sturm gelöstes Blech herunterzustürzen. Nach letzten Meldungen war eine Dachfläche von rund 60 Quadratmetern betroffen. Die Arbeiten der Feuerwehr und hinzugezogenen Dachdecker dauerten bis etwa 17:00 Uhr. Nach vorläufigen Schätzungen ist durch den Sturm ein Sachschaden am Dach des Gebäudes in Höhe von ca. 5.000,- Euro entstanden.

Die Kreisstraße zwischen Willingshain und Raboldshausen war wegen mehrere umgestürzter Bäume für den Verkehr gesperrt. Um 11.46 Uhr meldete die Leitstelle Hersfeld-Rotenburg, dass auf der Landesstraße 3249, zwischen Nentershausen- und dem Ortsteil Bauhaus eine große Tanne drohte umzustürzen. Der Baum musste von Hessenforst gefällt werden. Straße wieder frei. Um 10.43 Uhr wurde ein Trampolin für Kinder auf einem Grundstück in der Gilfershäuser Straße durch die Luft gewirbelt und gegen ein Auto geschleudert. Es entstand Sachschaden in nicht bekannter Höhe. Zwei Anwohner hatten das Trampolin dann wieder “eingefangen”. Um 10.59 Uhr wurden in der Mündershäuser Straße in Rotenburg zwei Altkleidercontainer durch den Sturm auf zwei Autos geworfen. Es entstand Sachschaden in nicht bekannter Höhe.

Laut Deutschen Wetterdienst bleiben auch die nächsten Tage unbeständig und windig, wenn auch nicht so stürmisch wie am heutigen Montag. Auf Tief “Bennet” folgt zunächst Tief “Alexander”. Ab Mittwoch übernimmt dann Tief “Cornelius” das Wettergeschehen. +++

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