Studie: Bürger finanzieren Kleidung und Urlaub zunehmend auf Kredit

Bei den Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren kauft inzwischen jeder Vierte

Die Deutschen und insbesondere die junge Generation finanzieren Einkäufe oder Urlaubsreisen häufiger als früher mit einem Ratenkredit. In den vergangenen fünf Jahren hat fast ein Drittel der Bundesbürger (32,7 Prozent) einen solchen Kredit aufgenommen, geht aus einer Umfrage der Postbank hervor, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet. Bei einer ähnlichen Umfrage 2014 traf das nur auf jeden fünften zu (20,7 Prozent). Damals lehnten zudem 43,4 Prozent die Aufnahme eines Ratenkredits grundsätzlich ab, inzwischen sind das nur noch 31,3 Prozent.

„Nach zwei Jahren Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen in vielen Lebensbereichen ist die Konsumlaune der Verbraucher deutlich gestiegen und wird häufiger auch über einen Ratenkredit finanziert“, sagte Jan Wiedei, Leiter des täglichen Bankgeschäfts bei der Postbank. Der Umfrage zufolge finanzieren die Kreditnehmer mit dem Geld klassischerweise ein Auto, Renovierungen oder die Wohnungseinrichtung. Diese Zwecke dominierten nach wie vor. Inzwischen nähmen aber auch fast fünf Prozent der Befragten einen Kredit auf, um eine Reise zu bezahlen – acht mal mehr als vor acht Jahren (0,6 Prozent).

Immer weniger hätten auch Hemmungen, Kleidung (+370 Prozent), ein Handy (+167 Prozent) oder gar Weihnachtsgeschenke (+240 Prozent) auf Pump zu kaufen. Der Trend, sich kurzfristige Wünsche per Kredit zu finanzieren, ist vor allem unter Jüngeren zu beobachten. Bei den Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren kauft inzwischen jeder Vierte (25,3 Prozent) Kleidung auf Kredit, und jeder achte (12,7 Prozent) finanziert so eine Reise. Mehr als jeder sechste (17,4 Prozent) in dieser Altersgruppe nimmt zudem einen Ratenkredit auf, um sein Hobby damit zu finanzieren. +++

Coronadaten

Da am Wochenende nur noch wenige Gesundheitsämter und Landesbehörden Daten an das RKI übermitteln, werden keine Daten am RKI eingelesen, sodass es bei den absoluten Fallzahlen keine Veränderung zum Vortag gibt. Die Änderung der 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zum Vortag beruht lediglich auf einer Änderung des Bezugszeitraums (jeweils 7 Tage vor dem Tag der Berichterstattung).

Letzte Aktualisierung: 08.08.2022, 06:22 Uhr
 Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda
482,9 ↓1077
Vogelsberg614,2 →648
Hersfeld
551,1 →663
Main-Kinzig359,0 →1514

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