Straßenglätte sorgt auch in Hessen für Gefahren und Unfälle

Auch in Hessen sorgte am Vormittag Straßenglätte durch Eisregen für Gefahren und Unfälle. Auf der K877 bei Radmühl im Vogelsbergkreis etwa kam ein mit Eiern beladener Kleintransporter auf der Auslieferungsfahrt eines Hühnerhofs einer langgezogenen Linkskurve von der spiegelglatten Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. Der Fahrer wurde in dem Wrack eingeschlossen und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er erlitt schwerere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Das Fahrzeug wurde zerstört, die sehr fragile Ladung blieb jedoch überraschenderweise größtenteils unversehrt.

Fotos: Weber

100 Unfälle in Kassel

Mit knapp 100 Meldungen über Unfälle lag der Schwerpunkt in der Stadt Kassel, wovon sich die meisten Kollisionen in Wohngebieten oder auf Nebenstraßen ereigneten. Insbesondere ab 7:00 Uhr gingen Meldungen im Minutentakt von Fahrzeugführern ein, die auf dem Weg zur Arbeit in geparkte Autos oder gegen Verkehrsschilder gerutscht waren. In der Straße „Zur Freiheit“ ereigneten sich gegen 8:00 Uhr nahezu zeitgleich zwei Unfälle: Zunächst rutschte ein Lkw gegen ein geparktes Auto, kurze Zeit später stieß auf glatter Straße ein Audi gegen fünf abgestellte Pkw. An der Kreuzung Kunoldstraße/ Lange Straße stießen gegen 8:30 Uhr ein Seat und ein Dacia zusammen, wobei eine Autofahrerin leicht verletzt und vor Ort von Rettungskräften behandelt wurde. In der Geysostraße touchierte ein Lkw gegen 11:10 Uhr fünf geparkten Fahrzeuge, die dadurch beschädigt wurden.

Glatteis sorgt für Unterrichtsausfall und Stürze im Main-Kinzig-Kreis

Das Glatteis am frühen Montagmorgen hat auch im Main-Kinzig-Kreis an einigen Schulen für den Ausfall des Präsenzunterrichtes gesorgt (siehe Liste). Die Entscheidung lag dabei jeweils in der Hand der Schulleitungen. Dieses „dezentrale Verfahren“ war am späten Sonntagabend in Abstimmung mit dem staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis verabredet worden, da „ein genereller Unterrichtsausfall an allen Schulen nicht sinnvoll“ erschien. Damit wurden die Schulen in die Lage versetzt, unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der der technischen Voraussetzungen in eigener Verantwortung auf den Distanzunterricht zu setzen. Auch konnten die Eltern eigenständig darüber entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Ein Notbetrieb wurde von den Schulen in der Regel angeboten. Vereinzelte Probleme wurden aus dem Bereich der Schülerbeförderung gemeldet, doch in weiten Teilen haben vor allem die Straßenmeistereien mit ihrem zuverlässigen Einsatz ein Chaos verhindert. Zahlreiche Unglücksfälle gab es aber offenbar abseits der Fahrbahnen, denn bis zum Mittag mussten nach Rückmeldung der Leitstelle mehr als 130 Sturzverletzungen über die Rettungsdienste versorgt werden. Entsprechend überlastet waren zwischenzeitlich auch die Notaufnahmen der Krankenhäuser Größere Zwischenfälle oder lebensbedrohliche Situationen im Zusammenhang mit dem Glatteis gab es im Main-Kinzig-Kreis aber erfreulicherweise nicht. Bereits seit Sonntagmittag wurde über verschiedene Kanäle vor dem Wetterwechsel und den entsprechenden Folgen gewarnt. Diese Warnmeldungen liefen dann auch über die bekannten Apps und zahlreiche offizielle Medien. Dabei wurden die Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben und erst am Nachmittag den Schritt vor die Tür zu wagen. +++


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