Städtische Musikschule Fulda begegnet Corona-Pandemie mit Online-Angebote für zu Hause

Natalya Oldenburg: Versuchen das Beste aus der Situation zu machen

Angesichts der jüngsten Einstufung des Coronavirus SARS-CoV-2 als Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation WHO wurden die allgemeinbildenden Schulen in Hessen geschlossen. Auch die Musikschule der Stadt Fulda ist davon betroffen – alle Veranstaltungen und das Erteilen des Unterrichtes wurde auf unbestimmte Zeit abgesagt, mindestens bis einschließlich 19. April 2020. Alle Lehrkräfte der Musikschule haben sich rasch auf die neue Situation umgestellt: Und dank der modernen Technologien kann Einzel- und Kleingruppenunterricht fortgeführt werden.

„Für uns alle war es eine große Herausforderung. Viele von uns nutzen Online-Angebote ergänzend zum gewöhnlichen Unterricht, nun müssen wir uns ausschließlich auf diese Form der Kommunikation begrenzen“, erklärt Natalya Oldenburg, die Leiterin der städtischen Musikschule: „Ob Online-Unterricht, kleine Video- und Audioaufnahmen, die anschließend vom Lehrer analysiert werden, oder regelmäßiger Telefonkontakt – alle unsere Lehrkräfte haben passende Wege zum Digitalunterricht gefunden“. Auch wenn die Skepsis anfangs groß war – die erste Woche hat viele positive Rückmeldungen gebracht. Nicht nur von den Eltern, die sich über den bestehenden Kontakt zu den Schülern freuen, die dadurch weiterhin zum Musizieren motiviert werden können, sondern auch von den Lehrern, die vor einer neuen Aufgabe standen.

„Das digitale Unterrichten zwingt mich durchaus zum Umdenken: Wie kann man mit Worten klar mitteilen, was wichtig ist? Wie kann man gut erklären, was sonst nur am Instrument darstellbar ist?“, erklärt Johanna Baarlink, die an der Musikschule Violine und Viola unterrichtet, „ich merke, dass das digitale Unterrichten auch den Vorteil mit sich bringt, dass Schüler Videos von sich machen und dadurch ihr Spiel ernst nehmen. Fast wie bei einem Konzertauftritt geben sie sich besonders viel Mühe, wenn sie gefilmt werden.” Klavierlehrerin Maja Zirkunow ergänzt: „Ich empfinde es als positiv, dass ich jetzt einen Einblick in das Übungsverhalten zu Hause bekomme und meinen Schülern dadurch besser helfen kann “. „Not macht erfinderisch“, bestätigt auch Trompetenlehrer Jürgen Vautz, „bei uns wurden fleißig MP3-Aufnahmen hin-und hergeschickt, Skype-Verbindungen hergestellt und auch Beethovens ,Ode an die Freude‘ für den Flashmob am vergangenen Sonntag geübt“.

„Wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen und bleiben unseren Schülerinnen und Schülern weiterhin treu“, so Oldenburg, „denn neben den finanziellen Aspekten gibt es viele andere Gründe, den Unterricht – auch in dieser ungewöhnlicheren Form – weiterzuführen: Musik und das Musizieren gehören zu den Grundbedürfnissen aller Menschen; besonders in schwierigen Zeiten können sie Trost, Kraft und Energie geben. Unsere Schüler dadurch zu stärken, ihnen Wege in Krisensituationen anzubieten und Haltung zu zeigen gehört zu unserem Bildungsauftrag. Wir sind weiterhin für Sie da!“, versichert die Musikschulleiterin in der Mitteilung der Stadt Fulda abschließend. +++ pm/ja

 
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