Stadt Schlüchtern nutzt Fördergelder für brachliegendes Areal

Der Zukunftsbaum blüht bereits – das Vogt-Gelände folgt

René Leipold (links), Vorsitzender der SG Schlüchtern, und Erster Stadtrat Reinhold Baier am Zukunftsbaum, der symbolisch für die Entwicklung von Schlüchterns Innenstadt steht. Foto: Stadt Schlüchtern

Die Stadt Schlüchtern ist im Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“. Hessen stellt 10 Millionen Euro zur Entwicklung der Innenstädte zur Verfügung, 250.000 Euro davon gehen nach Schlüchtern. Klar ist: Das Geld soll für die Neugestaltung des Vogt-Areals genutzt werden. Auf dem Gelände der SG Schlüchtern an der Auwiese sind jetzt erste Auswirkungen zu sehen: Dort blüht der symbolische Zukunftsbaum bereits.

Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller blickt erfreut auf die Förderzusage: „Wir haben uns viel Mühe gegeben und ein starkes und zukunftsfähiges Konzept entwickelt. Toll, dass wir die Möglichkeit bekommen, es auch umzusetzen und das Vogt-Gelände zu einem echten Gewinn für die Innenstadt werden zu lassen. Wir sind derzeit in konkreten Verhandlungen über den Ankauf des Areals – und sehr zuversichtlich, dass wir bald so richtig starten können.“

Die Pläne sehen auf dem brachliegenden Firmengelände der ehemaligen Vogt-Werke ein modernes Zentrum für neue Technologien, Start-ups, Inklusion, Gastronomie, Freizeit und Erholung vor.  Der Rathauschef betont, dass Nachhaltigkeit dort ebenfalls ein großes Thema sein wird. Ziel auf dem Vogt-Areal ist es nämlich, das Gelände komplett CO2-neutral zu gestalten. Deshalb sollen die Dachflächen mit Solarpaneelen ausgestattet werden. Deshalb sind Ladestationen für E-Autos sowie E-Bikes geplant. Und deshalb sollen Teile des Areals auch von Wald gerahmt werden, der Lärm absorbiert und CO2 senkt. Dieser Wald soll auch als sogenannter „Entdeckungswald“ genutzt werden, in dem man sich aufhalten, Schutz vor Sonne finden und ein Buch lesen oder picknicken kann.

Reinhold Baier, Erster Stadtrat, erklärt: „Wir wollen mehr Grün in die Stadt bringen. Die Hainbuche steht symbolisch genau dafür und soll erst der Anfang sein.“ Der Baum soll, sobald die zahlreichen Projekte in der Innenstadt abgeschlossen sind, deshalb später auch umgetopft und ins Zentrum gestellt werden.

Als die Stadt auf der Suche nach einer Fläche für die Zwischennutzung war, bot René Leipold, 1. Vorsitzender der SG Schlüchtern, sofort die Unterstützung des Vereins an: „Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind uns ohnehin enorm wichtig. Wir haben die Flutlichtmasten mit moderner LED-Technik ausgestattet und tauschen alle Elektrogeräte gegen energieschonende Modelle aus.“ Die Heizungsanlage solle als Nächstes erneuert werden, auf dem Dach wollen die Verantwortlichen eine Photovoltaik-Anlage installieren. „Deshalb war es klar, dass wir dem Zukunftsbaum bei uns einen Platz geben wollen.“ Zwischen den Blühwiesen, die ebenfalls rund um die Auwiese zu finden sind, fühle er sich sicher wohl.

Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller sagt abschließend: „Es ist unbeschreiblich wichtig, dass wir unsere Innenstadt attraktiv halten und Schritt für Schritt zukunftsfähiger machen. Das Vogt-Gelände ist ein ganz wichtiger Baustein dafür.“

Zum Förderprogramm „Lebendige Zentren“: Das Förderprogramm des Landes Hessen soll dabei helfen, die Innenstädte wiederzubeleben und sie nachhaltig zu stärken. Einerseits geht es darum, Räume für Menschen jeglichen Alters zu schaffen und attraktive Verweil- und Einkaufsmöglichkeiten zu bieten. Andererseits soll aber ganz generell die Rolle der Innenstadt weitergedacht werden, damit die Zentren auch in Zukunft noch relevant sind. +++ pm

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Letzte Aktualisierung: 28.11.2022, 05:22 Uhr
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