Stadt Fulda zeigt Flagge vor dem Stadtschloss

Aktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Bei der Flaggenaktion (von links): Coriena Krönung und Michaela Rüppel vom Frauenbüro der Stadt Fulda sowie OB Dr. Heiko Wingenfeld. Foto: Stadt Fulda

Die Stadt Fulda hat auch in diesem Jahr anlässlich des 25. Novembers, des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen, die Fahnen von Terre des Femmes mit der Botschaft „Frei leben ohne Gewalt“ vor dem Stadtschloss gehisst. Gemeinsam setzten heute Morgen Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und das Team des Frauenbüros, Coriena Krönung und Michaela Rüppel, ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen vor der Stadtwache Fulda, indem sie die Flaggen hissen. Ein herzliches Dankeschön richtete OB Wingenfeld an alle Personen, die in der Beratung gewaltbetroffener Menschen tätig sind sowie an die Mitglieder des Runden Tisches gegen häusliche und sexualisierte Gewalt, die sich in Fulda engagieren. Ebenso galt sein Dank allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich ehrenamtlich gegen Gewalt einsetzen.

Der Hintergrund des jährlichen Aktionstags ist dramatisch: Denn laut Studien ist jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal im Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Opfer von körperlicher und sexualisierter Gewalt wird mindestens jede vierte Frau durch einen früheren oder aktuellen Partner – so das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Kriminalistische Auswertung zu Partnerschaftsgewalt für das Berichtsjahr 2020 des Bundeskriminalamtes, welche am 23. November 2021 veröffentlicht worden ist, zeigt auf, dass Gewalt in ehemaligen und bestehenden Partnerschaften um 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen hat. Um 4,4 Prozent stieg die Zahl der Gewaltopfer in Partnerschaften, von 141.792 Opfern im Jahr 2019 auf 148.031 Opfern im Jahr 2020, an. 80,5 Prozent der Betroffenen sind Frauen. 2020 wurden 139 Frauen und 30 Männer Opfer von Partnerschaftsgewalt mit tödlichem Ausgang. Die Statistik zeigt auch, dass seit 2015 die Zahlen von Partnerschaftsgewalt kontinuierlich steigen. Die BKA-Auswertung erfasst nur die bei der Polizei gemeldeten Fälle.

Gewalt ist facettenreich und reicht von häuslicher, digitaler, sexualisierter Gewalt bis hin zu Mobbing oder beispielsweise Stalking. Es ist wichtig die Menschen zu informieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Hilfe zu Teil werden kann, daher unterstützt das Frauenbüro der Stadt Fulda zwei Aktionen, die zum Thema Gewalt gegen Frauen informieren und sensibilisieren, so Coriena Krönung, derzeitige Leiterin des Frauenbüros. Zum einen wird auf die Mitmachaktion vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben verwiesen, unter #schweigenbrechen soll die Thematik „Gewalt gegen Frauen“ stärker ins Blickfeld gerückt werden, es wird zur Solidarität mit Betroffenen aufgerufen und das Hilfetelefon soll noch bekannter gemacht werden. Das Hilfetelefon berät unter der Telefonnummer (08000) 116 016 und via Online-Beratung Betroffene und Angehörige sowie Fachkräfte anonym und kostenfrei. +++ pm

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