Vor dem Hintergrund der „Special Olympics World Games Berlin 2023“ und dass Fulda vom 12. bis 15. Juni Gastgeberkommune einer 18-köpfigen Delegation aus Argentinien ist, haben der Magistrat der Stadt Fulda, heute vertreten durch Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) und Fuldas Bürgermeister Dag Wehner (CDU) in Verantwortlichkeit als Sport- und Sozialdezernent, mit lokalen Partnern wie dem Beirat der Menschen mit Behinderungen (BMB), antonius : gemeinsam Mensch – oder Jeder ist anders – Inklusionssport Fulda e.V. die 18-köpfige Delegation, ihre Betreuer und Freiwillige, die von Südamerika den weiten Weg nach Fulda auf sich genommen haben, im Fuldaer Stadtschloss offiziell empfangen. Am Frankfurter Flughafen gelandet waren die Sportbegeisterten bereits am Montag. Bevor es für sie am Donnerstag weiter nach Berlin geht, werden die jungen Menschen zwei unvergessliche Tage in der Barockstadt verbringen. Gemeinsam mit den lokalen Projektpartnern haben Verantwortliche der Stadt Fulda im Rahmen des Host Town-Programms für die argentinischen Gäste ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Höhepunkt dieses Programms dürfte der morgige „inklusive und interkulturelle Sportabzeichen-Tag“ im Stadion Johannisau in Fulda sein. Den argentinischen Gästen war ihre Vorfreude auf den morgigen Tag bereits schon heute anzusehen.
Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld hob in seinen Eröffnungs- und Begrüßungsworten, die er in fließendem Spanisch abhielt, am heutigen Dienstag im Marmorsaal des Stadtschlosses hervor, dass man in Fulda weiter kontinuierlich daran arbeiten werde, um das Thema „Inklusion“ noch gesellschaftsfähiger werden zu lassen. Gemeinsam mit dem beratenden Beirat der Menschen mit Behinderungen – kurz: BMB – sei dieses Ziel schon ein großes Stück gelungen, auch wenn es diesbezüglich noch viel zu tun gebe, so Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Dadurch, dass Fulda im Rahmen der Special Olympics gastgebende Kommune ist, sei man weiter motiviert, Inklusion in der Stadt sowie im Landkreis Fulda weiter zu manifestieren wie voranzubringen. Wingenfeld zeigte sich zuversichtlich, dass dieses ambitionierte Vorhaben auch dadurch begründet, dass es in Fulda Einrichtungen gibt wie beispielsweise antonius : gemeinsam Mensch, Vereine, wie Jeder ist anders, den Inklusionssport in Fulda oder Vereinigungen von Menschen mit Handicap wie den Beirat der Menschen mit Behinderungen, die sich dieser Zielsetzung seit Jahren annehmen, gelingen werde.
Dag Wehner: „Special Olympics sind Zeit des Miteinanders und der gemeinsamen Freude am Sport.“
Fuldas Sport- und Sozialdezernent, Bürgermeister Dag Wehner erwähnte in seinem Grußwort, dass ihm als zuständigen Dezernenten die Themen Sport und Inklusion besonders am Herzen lägen. „Die Special Olympics bringen seit ihrer Gründung durch Eunice Kennedy-Shriver Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen, um Sport zu treiben, Freundschaften zu schließen und Barrieren zu überbrücken“, so Fuldas Sport- und Sozialdezernent, Bürgermeister Dag Wehner bei der offiziellen Begrüßung der argentinischen Delegation am Dienstag im Fuldaer Stadtschloss. Die Special Olympics seien eine „Zeit des Miteinanders“ und „der gemeinsamen Freude am Sport“. Zudem sei der Sport eine „universelle Sprache, die Menschen zusammenrücke unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Hintergründen. Dag Wehner: „Durch den Sport lernen wir, dass jede und jeder von uns einzigartig ist und dass jede und jeder seine eigenen Stärken hat, die es zu entdecken und zu feiern gilt.“ Genauso lehre uns der Sport auch wichtige Werte, wie Fairness, Respekt und Teamgeist, diese grundlegend für eine inklusive Gesellschaft seien, in dieser letztlich jeder Mensch die gleichen Chancen und Möglichkeiten habe. „Wir müssen kontinuierlich daran arbeiten, Barrieren abzubauen und Vorurteile zu überwinden, damit alle Menschen am Sport teilhaben können und ihren Platz in der Gesellschaft finden“, sagte Wehner. Darüber hinaus würdigte der Sport- und Sozialdezernent das Engagement der Athletinnen und Athleten sowie das ihrer Familien und Betreuer. „Mögen sich die Athletinnen und Athleten während ihres Aufenthaltes in Fulda willkommen und auch ein kleines Stückchen wie zuhause fühlen“, sagte der Sport- und Sozialdezernent, Bürgermeister Dag Wehner abschließend.
Lea Widmer: „Host Town-Programm trägt dazu bei, dass der Inklusions-Sport sichtbar wird.“
Eine überaus große Freude, die Athletinnen und Athleten aus Südamerika für den Beirat der Menschen mit Behinderungen in Fulda willkommen zu heißen, war es der Vorsitzenden Lea Widmer auch für ihre Vorstandskolleginnen, Elvira Storch und Manuela Pleterschek. Widmer, die selbst stark sehbeeinträchtig ist, verwies in ihrem Grußwort auf die bei Menschen mit Handicap einerseits für Menschen ohne Handicap sichtbaren Beeinträchtigungen und andererseits für diese auf den ersten Blick nicht sofort sichtbaren Beeinträchtigungen. Weiter ging Lea Widmer heute auf die Tätigkeitsschwerpunkte des Beirates der Menschen mit Behinderungen ein, der die städtischen Gremien bei ihren Entscheidungsprozessen berät. Die neun Menschen im Beirat haben unterschiedliche Beeinträchtigungen und Vorerkrankungen, weshalb ihn Lea Widmer als „Experten in eigener Sache“ beschrieb. Über ein Jahr habe sich der Beirat der Menschen mit Behinderungen in Fulda auf die Special Olympics und die Delegation aus Argentinien, die im Rahmen dessen wenige Tage in Fulda verbringen vorbereitet. Sie hofft, dass es den Menschen in Fulda gefällt. Nicht zuletzt trage der Besuch dazu bei, dass der Inklusions-Sport sichtbar wird. „Sie sind Botschafter, weil Sie eine so weite Reise auf sich nehmen, damit wir gemeinsam diese schönen Tage miteinander verbringen können“, sagte die Vorsitzende des Beirates der Menschen mit Behinderungen in Fulda, abschließend. Die Generalkonsulin der Republik Argentinien, Miriam Beatriz Chaves erlebt die Special Olympics World Games 2023 als ein einziger Rausch. Im Positiven. Sie dankte den Verantwortlichen in Fulda für die so herzliche Begrüßung und die kreative Gestaltung des Host Town-Programms. Für die Delegation aus Argentinien richtete heute Fabio Haedo Dankesworte an Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld und Fuldas Bürgermeister sowie Sport- und Sozialdezernent Dag Wehner. Ein Wort auf deutsch spreche er nach eigener Aussage schon ganz gut. „Dankeschön, dass wir hier sein dürfen und dass Sie uns so herzlich empfangen haben“, sagte er.
Musikalisch umrahmt wurde der Empfang von der Gruppe „Mallettrio“, einem inklusiven Trio der städtischen Musikschule Fulda. Klaus Schenk (Vibraphon), Alexander Klinke (Marimba) und Lea Widmer (Marimba). +++ jessica auth
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