Stadt fördert sozialen Wohnungsbau auf dem Campus von antonius

"Stadt unterstützt Projekt mit 75.000 Euro"

Volker Eichenauer (Bauleiter, antonius), Mutter von Markus Damm, Steffi Gröger (Betreutes Wohnen am Campus, antonius), Markus Daum (Startbahnschüler), Benedikt Bolz (Startbahnschüler), Victoria Werklann (Startbahnschülerin), Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Michaela Lengsfeld (Geschäftsführerin, antonius), Gösta Weber (Architekt), Jürgen Fehl (Leiter Bauaufsichtsamt und Wohnungsbauförderung Stadt Fulda), Rainer Sippel (Geschäftsführer, antonius), Günter Habig (Prokurist, antonius) und Sophie Hillenbrand (Bauaufsichtsamt der Stadt Fulda).

Dass der soziale Wohnungsbau der Stadt Fulda ein wichtiges Anliegen ist, bringen die zahlreichen Vorhaben des sozialen Wohnungsbaus der vergangenen Jahre zum Ausdruck. Nun ist für ein neues Projekt der offizielle Förderbescheid durch Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld übergeben worden.

Das Grundgerüst des neuen Bauvorhaben steht bereits: Im September 2018 haben die Bauarbeiten auf dem Campus von antonius – Netzwerk Mensch für das Haus „Mittendrin“ begonnen. Es wird ein Multifunktionshaus sein, das Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderungen die Teilhabe am Arbeitsleben und damit am gesellschaftlichen Leben ermöglichen soll. Darüber hinaus entstehen dort fünf Wohnungen für junge Menschen, die aus eigener Kraft keinen Arbeitsplatz finden und deshalb auf Unterstützung des Netzwerks angewiesen sind. Der Bau dieser fünf Wohnungen wird von der Stadt Fulda im Rahmen des städtischen Förderprogramms für sozialen Wohnungsbau mit insgesamt 75.000 Euro unterstützt. Die fünf Apartments mit Gemeinschaftsraum und Terrasse werden für 5,40 Euro / m² ausschließlich an Personen mit Wohnberechtigungsschein vermietet und unterliegen 15 Jahre einer Mietpreis- und Belegungsbindung. Ab Frühjahr 2020 sollen sie bezugsfähig sein.

Zielgruppe des Projektes sind Menschen mit Behinderung, die nach einem schulnahen Wohnangebot suchen. „Dies kann eine wahre Erleichterung im Alltag sein, denn einige Schüler der Arbeitsschule Startbahn müssen täglich weite Wege zurücklegen, um die Schule besuchen zu können“, weiß Rainer Sippel, Geschäftsführer von antonius. Gleichzeitig haben viele Schüler den Wunsch, mit einer eigenen Wohnung einen wichtigen Schritt ins Erwachsensein zu gehen und sich vom Elternhaus zu lösen. Dabei soll das Projekt das selbstständige Leben der Bewohnerinnen und Bewohner fördern. Das bekräftigte auch Markus Daum, zukünftiger Schüler der Startbahn: „Ich habe schon eine konkrete Vorstellung, was ich nach der Schule machen will, ich möchte viel ausprobieren. Das selbstständige Wohnen auf dem Campus, wird mir dies ermöglichen.“ Auch seine Mutter zeigte sich sichtbar froh über den Wohnplatz ihres Sohnes: „Dort wird er lernen, selbst Verantwortung zu übernehmen.“

Victoria Werklann und Benedikt Bolz leben bereits in einem Appartement im Haupthaus und freuen sich für ihre zukünftigen Nachbarinnen und Nachbarn: „Es ist eine tolle Sache, wenn man den Campus und dessen Möglichkeiten vergrößert, denn man sollte dafür kämpfen, dass auch andere diese Chance bekommen.“ Auch Oberbürgermeister Wingenfeld zeigte sich von dem Projekt sichtlich beeindruckt: „Dieser Ort wird den jungen Erwachsenen gute Startbedingungen bieten, den ersten großen Schritt in das eigenständige Leben zu wagen. Dabei wird das Haus eine Begegnungsstätte sein – das kann Energie geben.“ Der OB ergänzte: „Ich bin froh, dass unser städtisches Förderprogramm einen Beitrag dazu leistet, dieses Projekt verwirklichen zu können.“ +++ pm

Coronadaten

Der durch das RKI ausgewiesene Hospitalisierungsinzidenz-Tageswert für Hessen liegt aktuell bei 3,7 pro 100.000 Einwohner (20.05.2022). Eine Woche zuvor betrug der Wert 3,59 pro 100.000.
Letzte Aktualisierung: 22.05.2022, 06:27 Uhr
Inzidenz7-Tage-Fallzahl
Fulda 399,1 ↓890
Vogelsberg480,5 →507
Hersfeld 301,7 →363
Main-Kinzig319,9 ↓1349

Wir haben uns dazu entschlossen, die Kommentarfunktion zu deaktivieren. Das Verhältnis zwischen Nutzen und Aufwand hatte sich in letzter Zeit extrem verschlechtert. Wir danken allen, die hier kommentiert haben. Sie können uns jederzeit Leserbriefe zukommen lassen.