SPD will höhere Einkommen steuerlich stärker belasten

Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD)

Berlin. Die SPD will geringe Einkommen in der kommenden Legislaturperiode steuerlich entlasten, höhere Einkommen zur Gegenfinanzierung aber stärker belasten. „Wir wollen eine klare Entlastungsperspektive für die kleinen und mittleren Einkommen schaffen“, sagte der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Es muss dafür aber eine Gegenfinanzierung bei den hohen und höchsten Einkommen geben“, sagte Schäfer-Gümbel. Ziel müsse es sein, „die Entlastungen im mittleren Teil durch eine höhere Belastung bei den sehr hohen Einkommen gegenzufinanzieren“, sagte auch die Vorsitzende des Bundestags-Finanzausschusses, Ingrid Arndt-Brauer, der Redaktion. Dafür komme auch die Anhebung des Spitzensteuersatzes für höhere Einkommen in Betracht, sagten die SPD-Politiker. Eine endgültige Entscheidung darüber habe die von Schäfer-Gümbel und SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil geleitete Steuer-Arbeitsgruppe jedoch noch nicht gefällt. Im Gespräch ist in der SPD ein Spitzensteuersatz „nahe bei 50 Prozent“ für hohe und höchste Einkommen, war in Parteikreisen zu erfahren. +++ fuldainfo


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1 Kommentar

  1. Die Regierungsparteien überschlagen sich zurzeit mit Vorschlägen „zur Entlastung der unteren Einkommen“ und eröffnen damit den Wahlkampf. Umgesetzt werden alle diese Vorschläge nicht, weil nach der Wahl wieder plötzlich eine andere Situation aufgetreten ist… Frage: Wenn CDU,CSU und SPD so tolle Vorschläge zur Steuersenkung haben, warum setzen sie diese nicht einfach um? Die Mehrheit im Bundestag ist doch da! Oder besteht etwa ein Disenz zwischen den Parteien? Dann sollte man die Koalition langsam auflösen, weil sie keinen Sinn mehr macht.

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