Die SPD im Landkreis Fulda blickt trotz der Corona-Einschränkungen auf einen gelungenen Wahlkampf zurück, der von digitalen Formaten, einigen klassischen Wahlkampfinstrumenten und vielen Einzelgesprächen geprägt war. Bereits die Listenaufstellung für die Kreistagswahlen Ende November in Burghaun wurde per Livestream moderiert ins Internet übertragen und bildete den personellen und programmatischen Startpunkt in den Wahlkampf. In der Folge schalteten sich die Kandidatinnen und Kandidaten regelmäßig mindestens alle zwei Wochen per Videokonferenz zusammen, um sich abzustimmen und die Wahlkampfaktivitäten zu planen und zu besprechen. Höhepunkte des Wahlkampfs waren die digitalen Veranstaltungen „Frag‘ Hubertus Heil“ und „Frag‘ uns“ mit Birgit Kömpel und den Spitzenkandidaten Jonathan Wulff und Michael Busold. Schwerpunkte des Programms und somit auch des Wahlkampfs der SPD sind die Erstellung eines kreisweiten Wohnungsbaukonzepts, die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, ein klimaneutraler Landkreis, die Schaffung eines Kreiszukunftsfonds für die Städte und Gemeinden und die Etablierung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft. Die SPD fordert alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an der Wahl zu beteiligen, entweder noch kurzfristig per Briefwahl oder am Sonntag im Wahllokal vor Ort.
Wulff zieht Bilanz seiner „Tour de Fulda“
„Einiges läuft gut, vieles kann und muss noch besser werden“, mit diesen Worten fasst OB-Kandidat Jonathan Wulff (SPD) das Ergebnis seiner „Tour de Fulda“ zusammen. Wulff hatte Bürgerinnen und Bürger gebeten, ihm Verbesserungsvorschläge, Probleme oder Ideen zu schildern. In der Innenstadt wurde mehr grün in der Stadt gefordert, eine bessere Verkehrsführung angemahnt und ein stärkeres Vorgehen der Stadt gegen Lärmbelästigungen. In Niesig wurde Wulff erneut auf die Tierfutterfabrik aufmerksam gemacht. Zwar seien hier mittlerweile Filter eingebaut worden, die Bürgerinnen und Bürger befürchten jedoch weiterhin eine stärkere Geruchsbelästigung und wünschen sich ein entschiedenes Eingreifen der Stadt. Ein Bürger machte Wulff auf mehrere für Radfahrer gefährliche Stellen aufmerksam. Zudem wurde kritisiert, dass die Straßen zum Neubaugebiet an der Dermbacher Str. nach fast 10 Jahren immer noch nicht fertig gestellt seien. Am Aschenberg wurden der Zustand mehrerer Fußwege kritisiert. In Maberzell wurde kritisiert, dass der geplante Wertstoffhof zu erheblichen Lärmbelästigungen führen und deshalb der Bau einer Münsterfeldallee notwendig werde. Gefordert wurde auch ein Wendeplatz für den Maberzeller Kindergarten und eine Ausweitung der 30er-Zone vor der Grundschule. Im Nordend kritisierten die Bürgerinnen und Bürger vor allem den LKW-Verkehr an der Leipziger Straße. Auch die Radwege an der Leipziger Straße und der Magdeburger Straße wurden als unzureichend angesehen. Kritisiert wurde weiterhin die Parkplatzsituation. Wulff traf sich mit Vertretern des Stadteilbeirats, die insbesondere die Arbeit des neuen Stadtteilzentrums lobten, zugleich aber anmerkten, dass es im Nordend kaum noch Flächen gebe, in denen sich die Vereine treffen könnten. Mit Besorgnis wurde insbesondere die Anmietung der Pfarrei St. Josef durch die VHS des Landkreises registriert, da hierdurch der Geselligkeitsverein „heimatlos“ zu werden drohe. „Alles in Allem bin ich zufrieden mit meiner Tour. Ich hätte mir sicher noch Rückmeldungen aus anderen Stadteilen gewünscht. Aber ich habe auch so Ecken kennen gelernt, die ich vorher nicht kannte. Vor allem habe ich spannende Gespräche mit interessanten Menschen geführt“, so Wulff abschließend. +++ pm

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