Fulda. Es sei wirklich sehr verwunderlich, dass die Verbindungstreppe zwischen Haimbacher Straße und Haimbachtal so plötzlich ohne Vorankündigung gesperrt wird. „Wir sind doch in Fulda und nicht in Schilda“, heißt es in einer Mitteilung der SPD-Stadtverordnetenfraktion.
Es ist schon merkwürdig: Auf einmal wird durch die Stadt festgestellt, dass der Zustand der Treppenanlage so dramatisch desolat sei, dass nur eine sofortige Schließung übrig bleibe um möglich Unfälle zu verhindern. Der Zustand dieser Treppe scheine wohl schon länger sehr problematisch zu sein, weshalb auch ein Haushaltsantrag auf Sanierung dieser Treppenanlage im Wirtschaftsausschuss gestellt wurde.
Sollte etwa erst durch diesen Antrag die Verantwortlichen der Stadt auf diesen Zustand aufmerksam geworden sein? Das fast panikartige Reagieren würde dafür sprechen. Wenn ja, dann wäre das „ein schlechtes Zeugnis für die Stadt“. Gab es etwa keine Routinekontrollen für die viel genutzt Treppe? Hätte die Stadt schon früher reagieren müssen? Wurde hier fahrlässig die Sicherheit vernachlässigt? Das sind Fragen, die die Stadt beantworten müsse, meint die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Rose Finkler.
Diese Treppe sei eine schnelle und wichtige fußläufige Verbindung zwischen der Fulda-Galerie und dem Münsterfeld sowie für viele Schüler der Fußweg zur Bardoschule. Nach der einstimmigen Verabschiedung des Antrags auf Sanierung der Treppe müsse diese Maßnahme umgehend angegangen werden, heißt es zum Schluss der Pressemitteilung. +++

Solche Treppen gibts auch im Nordend! Die gibts überall in Fulda und jahrelang hat es niemanden gekümmert, welchen Zustand diese Treppen haben.
Beispiel: Die Treppe hinter dem Hotel Lenz, die hinunter zum Fussweg am Galgengraben führt. Auch die wird und wurde noch nie saniert.
Und auch Wohnungsbaugenossenschaften haben kein Geld übrig, die Fusswege auf ihren Grundstücken mal in einen ordentlichen Zustand zu bringen. Bestes Beispiel: Wohnnanlage Zeppelinstraße. Und so geht es munter weiter.
Für eine reiche Stadt wie Fulda ist es ein Armutszeugnis, wenn man für die Sanierung gerade solcher, viel genutzter Treppen bzw. Fusswege angeblich kein Geld hat.
Übrigens: auch der Innenhof des Stadtschlosses ist fussläufigen Besuchern kaum zumutbar. Wann kippt man dort mal einen Haufen hin?
Schlussbemerkung: wenn es der Stadt Fulda noch nicht mal gelingt, bei diesen Witterungsbedingungen so eine einfache Treppe zu sanieren, wie will man dann die vielen großen und kleinen Projekte bis zum Stadtfest, der Landesgartenschau und dem Hessentag stemmen?
Oder sind die Belange von Fussgängern plötzlich nicht mehr wichtig?
Oder handelt man im Stadtschloss jetzt nach dem Motto: Es gibt viel zu tun – lassen wir´s liegen und kippen Erde drüber?
Seltsam jedoch: Für eine Volksbelustigungsveranstaltung wie das Schützenfest mitten auf der Ochsenwiese teures Pflaster für Rollstuhlfahrer zu verlegen – dafür ist Geld da! Eigenartig, nicht?
Wer in diesen Tagen gerne Geschenke verteilt, sollte dem Stadtbaurat vielleicht mal einen kleinen Beutel Erde, hübsch verpackt schenken. Zum Nachdenken!
Frohes Fest und guten Beschluss allen Einwohnern von Schilda, äh Fulda!