SPD Flieden fordert Prüfung einer Einbahnstraßenregelung

Auch fehlenden Grabstellen für Tief- und Rasengräber auf dem Rückerser Friedhof ein Thema

Rathaus Flieden

Seit geraumer Zeit häufen sich Starkregenereignisse und infolgedessen Sturzfluten. Deren Zunahme ist keine vorrübergehende Erscheinung, sondern Ausfluss eines vermehrt spürbaren Klimawandels. Exemplarisch für etliche andere kritische Bereiche in der Gemeinde Flieden ist im Kernort der Bereich der Wohngebiete „Elsa-Brandström-Straße“, „Weinbergstraße.“ sowie „Reinhardstraße“ zu nennen.

Nachdem es dort bereits im September des vergangenen Jahres zu extremen Verschlammungen auf öffentlichen sowie privaten Flächen hauptsächlich infolge des Abschwemmens von Ackerland kam, wiederholten sich die Ereignisse vor wenigen Tagen erneut. Wieder mussten Großaufgebote der Freiwilligen Feuerwehr mit Unterstützung des gemeindlichen Bauhofs Schutzwälle errichten sowie Straßen, Wege, Kanaleinläufe und Vorfluter säubern. Zahlreiche Gemeinden suchen mittlerweile im Umgang mit Starkregen- und Überflutungsereignissen nach wirksamen Lösungen, um bestmögliche Vorsorge zu betreiben. Vereinzelt werden sogar individuelle Schutzkonzepte erstellt. In dem Wissen, dass eine Absicherung gegen Extremwetterereignisse ein schwieriges Unterfangen ist und ein hundertprozentiger Schutz kaum möglich sein dürfte, sollte die Gemeinde dennoch versuchen, den Umgang mit solchen Überflutungsereignissen zu einem Projekt der Daseinsvorsorge zu machen. Eine Umsetzung kann vor allem dann gelingen, wenn es als gemeinsames Vorhaben von Gemeinde und Bürgern verstanden wird, stellt Fraktionsvorsitzender Mark Bagus den Grund für die SPD-Initiative heraus und hofft auf breite Zustimmung im Gemeindeparlament.

Mittels eines zweiten Antrags wollen Fliedens Sozialdemokraten prüfen lassen, ob im Kernort Flieden im Bereich „Hauptstraße.“ zwischen „Fuldaer Straße“ und „Königreichallee“ eine Einbahnstraßenregelung geschaffen werden kann. Aufgrund der derzeit ausgewiesenen Parkzonen kommt es beim Befahren des genannten Bereichs der Hauptstraße allzu häufig zu Situationen, bei denen Pkw-Begegnungsverkehr innerhalb des Fahrbahnbereichs kaum möglich ist. Leider ist dann sehr oft zu beobachten, dass einige Verkehrsteilnehmer mit ihren Fahrzeugen zusätzlich den Gehweg unmittelbar im Bereich der Raiffeisenbank befahren. Dadurch ergeben sich somit zwangsläufig brenzlige Gefahrensituationen insbesondere für Fußgänger und/oder Bankbesucher, so Ortsvereinsvorsitzender und Gemeindevertreter Marcus Lohfink. Darüber hinaus ist es insbesondere im Einmündungsbereich zur Königreichallee derzeit nicht möglich, dass mehrere Fahrzeuge hintereinander zwecks Vorfahrtgewährung halten, ohne dass dabei der Gegenverkehr behindert wird. Auch hierbei wird dann zumeist auf den Fußweg ausgewichen.

Per Anfrage erbittet die SPD-Fraktion Auskunft zum Stand der Einführung eines Bürgerbusses in der Gemeinde Flieden. Auf den Tag genau vor einem Jahr gab es dazu bereits einen Antrag seitens der Sozialdemokraten, der seinerzeit einhellige Zustimmung in der Gemeindevertretung gefunden hatte und somit dem Gemeindevorstand einen klaren Handlungsauftrag erteilte. Da jedoch bis dato leider keine erkennbaren Aktivitäten dahingehend erkennbar sind, hinterfragen wir mittels vier gezielter Fragen an den Gemeindevorstand die konkreten Gründe hierfür, verdeutlicht Mark Bagus.

Fehlende Grabstellen für Tief- und Rasengräber auf dem Rückerser Friedhof ist darüber hinaus Anlass für eine weitere Anfrage der Fliedener SPD. Der bereits seit vielen Monaten bekannte und im Februar/März dieses Jahres durch Presseberichterstattungen öffentlich thematisierte Mangelzustand an bestimmten Grabflächen auf dem Friedhof in Rückers bleibt ein zutiefst beklagenswertes Dauerthema. Nachdem aufgrund zeitweise gänzlich fehlender Grabstellen bereits eine Urnenbestattung in provisorischen Erdlöchern erfolgen musste, deutete sich seit längerem ebenso ein Engpass bei den Tief- und Rasengrabfeldern an. In Konsequenz der öffentlichen Diskussion deklarierte der Gemeindevorstand die Situation als „absolute Ausnahme“ mit Verweis auf „eklatant“ problematische Bodenverhältnisse auf dem Rückerser Friedhof. Darüber hinaus getätigte Aussagen hinsichtlich einer leider immer noch ausstehenden „zeitnahen“ Lösung sowie drängendere Nachfragen aus der Rückerser Bevölkerung veranlassen uns zu nachfolgenden Fragen an den Gemeindevorstand, verdeutlicht der Ortsvorsteher und stellvertretender Fraktionsvorsitzende Peter Auth.

  1. Der Gemeindevorstand verkündete im März 2019, Flächen zur Ausweisung von Tiefgräberfeldern gefunden zu haben, welche lediglich noch mit Erde aufzufüllen und im Anschluss noch einer fachbehördlichen Genehmigung bedürfen. Aus welchem Grund war es bis zum heutigen Tag immer noch nicht möglich, eine größere Zahl an Tiefgräbern innerhalb eines klar definierten Bereichs anzubieten?
  2. Wann ist – entgegen der im Nachhinein betrachtet, schwammig formulierten Ankündigung „zeitnah“ – stattdessen mit erkennbaren Fortschritten zu rechnen?
  3. Da es sich bei der jetzt für Tiefgräber vorgesehenen Fläche weitgehend um ursprünglich für Rasengräber vorgesehene Flächen handelt, stellt sich zwangsläufig die Frage, in welchen Bereich des Rückerser Friedhofs und wann Letztere dann in angemessen großer Anzahl ausgewiesen werden, um die stetig zunehmende Nachfrage nach dieser Grabart abzudecken? +++ pm
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