SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat nach neuen Zahlen zur Vermögensungleichheit in Deutschland seine Forderung nach höheren Steuern für Vermögende erneuert. Die höhere Konzentration von Vermögen sei "Gift für den sozialen Zusammenhalt" und eine "empfindliche Wachstumsbremse", sagte Walter-Borjans dem "Handelsblatt". Deshalb sei es "ein Gebot der wirtschaftlichen und sozialen Vernunft, die Vermögensteuer für die reichsten zwei Prozent der Bevölkerung endlich oben auf die Tagesordnung zu setzen und Erbschaften angemessen zu besteuern". Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums hatte gezeigt, dass die Vermögensungleichheit in Deutschland höher ist als bislang angenommen. "Es geht nicht um Neid, sondern um wirtschaftliche und soziale Vernunft, wenn wir die Vermögensteuer endlich oben auf die Tagesordnung setzen", sagte Walter-Borjans. Auch Me nschen mit Einkommen von mehreren hunderttausend Euro müsse ein Mehrbetrag zugemutet werden, "um damit Klein- und Mittelverdienern zu spürbar mehr Kaufkraft zu verhelfen". +++
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1 Kommentar
Das wäre eigentlich ein Thema für die regierende CDU. Aber diese "christliche" Partei ist offenbar zufrieden mit der immer weiter wachsenden ungleichen Vermögensverteilung, welche ja nicht vom Himmel gefallen ist, sondern durch Gesetze erst ermöglicht wird. Schon wirbelt die neoliberale Presse (z. B. FZ): Das geht doch gar nicht! Das Geld steckt doch (zur Hälfte) in produktivem Einsatz usw. Jammer, Jammer! Wir sind gerade auf dem Weg der USA, wo die soziale Ungleichheit langsam zu einem Riesenproblem wird. Noch hätten wir Gelegenheit, gegenzusteuern, zumal dies auch volkswirtschaftlich dringend geboten ist. Schade, dass die CDU das nicht begreifen will.
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Das wäre eigentlich ein Thema für die regierende CDU. Aber diese "christliche" Partei ist offenbar zufrieden mit der immer weiter wachsenden ungleichen Vermögensverteilung, welche ja nicht vom Himmel gefallen ist, sondern durch Gesetze erst ermöglicht wird. Schon wirbelt die neoliberale Presse (z. B. FZ): Das geht doch gar nicht! Das Geld steckt doch (zur Hälfte) in produktivem Einsatz usw. Jammer, Jammer! Wir sind gerade auf dem Weg der USA, wo die soziale Ungleichheit langsam zu einem Riesenproblem wird. Noch hätten wir Gelegenheit, gegenzusteuern, zumal dies auch volkswirtschaftlich dringend geboten ist. Schade, dass die CDU das nicht begreifen will.