Spatenstich für Finanzamtsneubau in Lauterbach

Das ist Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen

Nach dem Spatenstich kann es nun richtig losgehen mit dem Neubau des Finanzamts in Lauterbach. Dafür sorgten heute vor Ort in der Schillerstraße 15 (v.l.n.r.): die Landtagsabgeordneten Eva Goldbach und Michael Ruhl, der ehemalige Eigentümer des Grundstücks Gustav Stabernack, der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises Dr. Jens Mischak, Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, der Geschäftsführer der den Neubau errichtenden Werner Projektentwicklung GmbH Klaus Diegelmann, die Leiterin der Hessischen Zentralstelle für Grunderwerbsteuer Maren Vestweber und Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller.

„Heimatnah und effizient arbeiten: Dafür steht die neue Zentralstelle für Grunderwerbsteuer in Lauterbach exemplarisch. Sie zeigt, was wir erreichen wollen, wenn wir als Hessische Steuerverwaltung Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer heute in Lauterbach beim Spatenstich für den ersten Finanzamts-Neubau in Hessen seit über 10 Jahren. „40 Beschäftigte können bereits heimatnah arbeiten. Die Bearbeitung der Grunderwerbsteuerfälle geht hier, wo unsere Expertinnen und Experten ihr Wissen bündeln können, deutlich schneller als zuvor. Und für Lauterbach und den Vogelsberg sind die neuen und sicheren Arbeitsplätze ohnehin ein Gewinn.“

Das Fuldaer Unternehmen Werner Projektentwicklung GmbH baut in der Schillerstraße in Lauterbach einen Neubau, der bereits Ende 2020 fertiggestellt sein soll. In ihn werden nicht nur die dann rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hessischen Zentralstelle für Grunderwerbsteuer (HZG), sondern alle rund 160 Beschäftigten der Steuerverwaltung in Lauterbach einziehen und moderne Arbeitsplätze vorfinden. Bislang ist das Finanzamt in Lauterbach auf 5 Standorte verteilt.

Der Spatenstich heute lässt bei den Beschäftigten die Vorfreude weiter wachsen, sagt die Leiterin der HZG, Maren Vestweber: „Die Vorfreude im Finanzamt Alsfeld-Lauterbach auf eine zeitgemäße und moderne Unterbringung ist groß! Auch in der Verwaltungsstelle Lauterbach können dann alle unter einem Dach arbeiten. Arbeitsabläufe innerhalb der Verwaltungsstelle Lauterbach können dadurch optimiert und das Zusammengehörigkeitsgefühl deutlich gestärkt werden. Wir freuen uns bereits jetzt auf den ersten Arbeitstag im Neubau!“

Der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises, Dr. Jens Mischak, war heute ebenfalls vor Ort. „Mit dieser bedeutenden Investitionsentscheidung setzt das Land Hessen ein Zeichen für die Zukunft der ländlichen Räume als Wirtschafts- und Lebensstandorte“, betonte Dr. Mischak. Allein in Lauterbach würden rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen. „Das ist ein ermutigendes Signal für die Zukunft unseres heimatlichen Wirtschaftsstandortes. Die Menschen müssen nicht mehr in den Ballungsraum pendeln, um zu arbeiten. Sie können arbeiten, wo sie leben.“

Auch Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller nahm am Spatenstich teil. „Der Spatenstich für die Hessische Zentralstelle für Grunderwerbsteuer ist ein wichtiges Signal für die Menschen im Vogelsberg, aber auch in Lauterbach. Insbesondere wir profitieren besonders von der Entscheidung des Finanzministers, Herrn Dr. Thomas Schäfer. Denn mit der Verlagerung von qualifizierten Arbeitsplätzen aus den großen Ballungszentren in die Fläche wird der Behördenstandort Lauterbach als Mittelzentrum und Kreisstadt für die Zukunft gestärkt“, so Bürgermeister Vollmöller. Er stellte dazu weiter fest, dass auch die geplante Neuunterbringung des Amtes für Bodenmanagement das fortsetzen wird, was Minister Dr. Thomas Schäfer begonnen hat; nämlich Arbeit und Brot in die Fläche zu bringen und damit den ländlichen Raum zu stärken und zukunftsfähig zu machen. Dieser Interessensausgleich sei, wie Vollmöller weiter betont, wichtig, um gleichartige Lebensverhältnisse zwischen dem Ballungsraum und konkret dem Vogelsberg zu schaffen.

„Alles aus einer Hand: Das ist die Idee hinter der Hessischen Zentralstelle für Grunderwerbsteuer. Nach und nach gehen alle Aufgaben und Fragen rund um die Erhebung der Grunderwerbsteuer in ganz Hessen über auf die Zentralstelle. Das macht unsere Arbeit noch effektiver. Und weil wir die Zentralstelle nach Lauterbach in den schönen Vogelsberg gelegt haben, kommen dort rund 100 Arbeitsplätze an. Wir unterstützen damit bewusst eine Region abseits der großen Ballungszentren und wollen eben die Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen. Das ist das Ziel unserer Strukturreform der Finanzverwaltung, an der wir intensiv arbeiten. In Lauterbach kann man ganz anschaulich erleben, was das bedeutet“, sagte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. „Kolleginnen und Kollegen, die jahrelang weite Anfahrtswege in Kauf nehmen mussten, können jetzt heimatnah arbeiten. Und sie tun dies gut, motiviert und mit Erfolg!“

Für die zentrale Bearbeitung von Fällen der Grunderwerbsteuer für ganz Hessen wurde im vergangenen Jahr im Finanzamt Alsfeld-Lauterbach, in der Verwaltungsstelle Lauterbach, die Hessische Zentralstelle für Grunderwerbsteuer (HZG) eingerichtet. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind dort bereits beschäftigt. Sie haben schon von 13 Finanzämtern die Zuständigkeit für die Grunderwerbsteuer übernommen. Von 15 weiteren Ämtern werden die Aufgaben übertragen, wenn die HZG vollständig ausgebaut ist und über rund 100 Beschäftigte verfügen wird.

Das ist Arbeit zu den Menschen und in die Heimat bringen

„Arbeit in die Heimat und zu den Menschen bringen: Das möchte ich mit der Reform unserer Steuerverwaltung erreichen. Finanzämter im ländlichen Raum sollen gestärkt und aufgewertet werden – mit 750 Arbeitsplätzen. Wir bündeln Aufgaben und vergeben sie gezielt an Ämter abseits der Zentren. Die Verwaltung gewinnt durch die Zentralisierung weiter an Effektivität, die den Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entstehen neue Beschäftigungs- und Karrieremöglichkeiten. Ganz praktisch heißt das auch: Beschäftigte können oft näher am Wohnort einen attraktiven Arbeitsplatz finden und müssen weniger weit pendeln. Und das 750-mal in ganz Hessen“, sagte Finanzminister Schäfer.

„Die Rückmeldungen unserer Beschäftigten zeigen, dass sie auf solch ein Zeichen nur gewartet haben. Es gelingt bestens, die Arbeitsplätze in der Region zu besetzen. Dies geschieht natürlich im Einvernehmen mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Daran halten wir weiterhin fest. Niemand wurde oder wird gegen seinen Willen versetzt. Wir bringen die Arbeit damit auch dorthin, wo wir dauerhaft guten Nachwuchs für die Steuerverwaltung gewinnen können. Davon profitieren die Mitarbeiter und letztendlich die gesamte ländliche Region. Hessinnen und Hessen haben überall im Land sichere, attraktive und hochwertige Arbeitsplätze verdient“, erklärte Schäfer.

„Wenn im Dorf der letzte Metzger zumacht, der Weg zum nächsten Arzt immer weiter wird und der Betrieb einer Gastwirtschaft nicht mehr viel abwirft, dann fragen sich zu Recht auch viele Hessinnen und Hessen, wie viel Zukunft das Leben auf dem Land noch hat. ‚Land hat Zukunft – Heimat Hessen‘ heißt deshalb eine Initiative der Landesregierung, zu der wir als Steuerverwaltung unseren Teil beitragen, denn ich glaube an die Zukunft der ländlichen Räume“, so der Finanzminister. „750 Arbeitsplätze sind auf ganz Hessen gerechnet vielleicht nicht viel, aber für die profitierenden Kommunen sind 20 oder 30 Arbeitsplätze mehr – erst recht 100 wie in Lauterbach – eine deutliche Stärkung und für viele Familien ein Gewinn an Lebensqualität, Sicherheit und Perspektive. Mit der fortschreitenden Technik ist es eben auch möglich, Ämter abseits der großen Städte mit der Erfüllung regionaler oder gar landesweiter Aufgaben zu betrauen. Unsere Beschäftigten dort schaffen das allemal.“ Seit gut einem Jahr werden die Projekte von Arbeit zu den Menschen umgesetzt. Dadurch können bereits 170 Beschäftigte heimatnäher arbeiten. +++ pm

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