Sparkasse Fulda behauptet sich im schwierigen Umfeld – Stabilität und Wachstum im Geschäftsjahr 2025

Uwe Marohn (Vorstandsvorsitzender) und Horst Habermehl (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender). (v.l.) Foto: SPK

Trotz schwacher Konjunktur, zurückhaltender Investitionsbereitschaft der Unternehmen und internationaler Unsicherheiten sieht sich die Sparkasse Fulda als verlässlicher Stabilitätsanker in der Region. Nach ersten Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 blickt das Kreditinstitut auf eine stabile Entwicklung und ein insgesamt erfolgreiches Jahr zurück.

Vorstandsvorsitzender Uwe Marohn zog eine positive Bilanz: In nahezu allen Geschäftssegmenten habe die Sparkasse ihre Ziele erreicht. Das stabile Ergebnis sei insbesondere wichtig, um das Eigenkapital weiter zu stärken und damit die Krisenfestigkeit des Instituts zu sichern. Zugleich verstehe sich die Sparkasse über das reine Bankgeschäft hinaus als verlässlicher Partner für Privatkunden, Unternehmen und Kommunen in der Region.

Wachstum im Kreditgeschäft – Kommunen als wichtige Treiber

Für das Wachstum im Kreditgeschäft sorgten im vergangenen Jahr vor allem die Kommunen im Geschäftsgebiet. Der Finanzierungsbedarf kleiner und mittlerer Unternehmen entwickelte sich dagegen moderat, da viele gewerbliche Kunden angesichts unsicherer Konjunkturaussichten mit Investitionen zögerten. Insgesamt erhöhte sich das Kreditvolumen um 5,0 Prozent und lag damit bereits im vierten Jahr in Folge deutlich über dem Durchschnitt der hessischen Sparkassen. Im Bereich der Wohnungsbaufinanzierung setzte sich eine vorsichtige Konsolidierung fort. Die Darlehenszusagen an gewerbliche Investoren sowie private Eigentümer und Käufer stiegen auf 163 Millionen Euro und lagen damit 15 Prozent über dem Vorjahr. Das aktuelle Zinsniveau werde zunehmend als neue Normalität akzeptiert, erklärte Marohn, auch wenn die Nachfrage noch nicht an das Niveau der Jahre bis 2022 heranreiche.

Kundenguthaben überschreiten Fünf-Milliarden-Marke

Erstmals überschritten die Kontoguthaben und Wertpapierbestände der Kundinnen und Kunden die Marke von fünf Milliarden Euro. Auch in Osthessen blieb die Sparneigung hoch. Beim Vermögensaufbau setzen immer mehr Kundinnen und Kunden neben klassischen Rücklagen auch auf Investmentfonds und Aktien. Vom starken Börsenjahr 2025 hätten zahlreiche Privatkunden profitiert und teils deutliche Zugewinne erzielt. Angespannter zeigte sich dagegen die Lage bei vielen gewerblichen Kunden und Kommunen, die teilweise auf zuvor aufgebaute Liquiditätsreserven zurückgreifen mussten.

Ausbau von Service und Digitalisierung

Nach Einschätzung des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Horst Habermehl schafft die positive Geschäftsentwicklung eine stabile Grundlage für den weiteren Ausbau von Service und Dienstleistungen. Ziel sei es, Abläufe für Kundinnen und Kunden schneller und sicherer zu gestalten. Als Beispiel nannte Habermehl Fortschritte in der Betrugsprävention durch KI-gestützte Lösungen, mit deren Hilfe betrügerische Zahlungen häufiger frühzeitig erkannt werden könnten. Zudem seien private Online-Auslandsüberweisungen in Länder außerhalb der Euro-Zone – etwa in die Schweiz, nach Norwegen, Großbritannien oder in die USA – deutlich einfacher und kostengünstiger geworden. Optimistisch zeigt sich die Sparkasse auch beim neuen europäischen Zahlungsdienst „wero“, der sekundenschnelle Zahlungen in Online-Shops sowie zwischen Privatpersonen ermöglichen soll. Noch im laufenden Jahr rechnet das Institut mit mehr als 20.000 Nutzerinnen und Nutzern. Gleichzeitig setzt die Sparkasse weiterhin auf persönliche Beratung vor Ort. Das Filialnetz werde kontinuierlich modernisiert, zuletzt mit der umfassend sanierten Filiale am Georg-Stieler-Ring in Künzell, deren offizielle Einweihung im Mai geplant ist.

Förderengagement in der Region ausgeweitet

Neben dem Bankgeschäft engagierte sich die Sparkasse Fulda gemeinsam mit ihren beiden Stiftungen auch als Förderer gemeinnütziger Projekte. Die Unterstützung von Initiativen in den Bereichen Soziales, Kultur, Sport, Bildung, Wissenschaft sowie Natur- und Umweltschutz wurde im vergangenen Jahr deutlich auf über 900.000 Euro erhöht. Mit der neuen Förderplattform „Sparkasse.Tut gut.“ können sich Vereine seit Anfang des Jahres mit ihren Projekten um Unterstützung bewerben. Zudem will das Institut seine regionale Verbundenheit als Premium-Partner des Hessentags im Juni sichtbar unterstreichen. In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld setzt die Sparkasse Fulda damit auf Kontinuität, Wachstum und regionale Verantwortung – und versteht sich weiterhin als Stabilitätsfaktor für Wirtschaft und Gesellschaft in Osthessen. +++


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