Der CSU-Vorsitzende und bayerische Ministerpräsident Markus Söder lobt den Politik-Stil des kommenden US-Präsidenten Donald Trump. "Ich glaube, die Kraft, die Donald Trump hat, ist die Unberechenbarkeit", sagte Söder dem TV-Sender "Welt".
Söder verwies zur Begründung auf die Rolle, die Trump bei den Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Israel und der Hamas gespielt habe. Und er erinnerte an den Zollstreit mit China in der ersten Amtsperiode Trumps: "Die meiste Angst vor Trump hatten die Chinesen, weil er sie damals mit dem Zollstreit ganz schön an die Wand gedrückt hat." Für das deutsch-amerikanische Verhältnis erwartet der CSU-Vorsitzende aber schwierige Zeiten: "Ich glaube aber auch, dass das jetzt eine schwere Prüfzeit wird, denn man spürt ja geradezu die Distanz zu Europa und gerade zu Deutschland." Angesichts der schlechten ökonomischen Lage treffe Deutschland das "absolut am falschen Fuß".
Deutsche Autohersteller spenden nicht für Trumps Amtseinführung
Die Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump muss ohne Geldgeschenke der deutschen Autokonzerne auskommen. "Es gab keine Spende des Volkswagen-Konzerns oder anderer Konzerngesellschaften für die Amtseinführung von Donald Trump, und es wird auch kein Vertreter der Volkswagen AG im Rahmen der Feierlichkeiten anwesend sein", erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. "Von BMW kommt keine Spende für die Inauguration", sagte ein Sprecher des Münchner Konzerns. Ähnlich äußerte sich Mercedes-Benz.
Damit unterscheiden sich die deutschen Autokonzerne von einigen ihrer internationalen Rivalen. Toyota, der weltgrößte Autohersteller, hatte im Dezember mitgeteilt, eine Million Dollar an das Komitee zu spenden, das die Feierlichkeiten rund um die zweite Amtseinführung des Republikaners organisiert. Die US-Autokonzerne General Motors und Ford spenden die gleiche Summe und stellen zudem Fahrzeuge für die Festivitäten bereit.
Großspender erhalten in der Regel Tickets zur Amtseinführung vor dem US-Kapitol oder dem Inaugurationsball. Auch die deutschen Autokonzerne sind stark von der Politik des künftigen US-Präsidenten abhängig. Alle drei betreiben Werke in den USA und Mexiko. Trump hat seinen Nachbarländern Mexiko und Kanada sowie der EU höhere Autozölle angedroht, was die Industrie empfindlich treffen könnte. +++

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