Das Landgericht Marburg hat einen 29-jährigen Mann wegen versuchten Mordes in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt. Das teilte das Gericht am Mittwoch mit. Der Angeklagte hatte am Himmelfahrtstag 2025 nach starkem Alkoholgenuss einen Radlader aus dem elterlichen Betrieb entwendet und damit gezielt Fahrzeuge im Gegenverkehr attackiert.
Das Schwurgericht sah es als erwiesen an, dass es sich nicht um alkoholbedingte Ausfälle, sondern um vorsätzliches Handeln handelte. Der Vorsitzende Richter betonte, es sei großes Glück gewesen, dass niemand getötet wurde. In einem der angegriffenen Fahrzeuge saß eine Familie mit Kindern. Die körperlichen Verletzungen der Opfer hielten sich zwar in Grenzen, der seelische Schaden sei jedoch groß und die Folgen würden noch Jahre anhalten.
Das Gericht folgte mit dem Urteil den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte wurde nach Gutachten als eingeschränkt schuldfähig eingestuft, seine Steuerungsfähigkeit sei aber nicht vollständig aufgehoben gewesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. +++
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