Wichtige Punkte in Bahlingen gesichert, eine neue Herausforderung steht vor der Tür – aber anderen Charakters. Gemeint mit dieser Aussage sind die Fußballer der SG Barockstadt, die am Samstag, Beginn 14 Uhr, die U23 des Bundesligisten Mainz 05 erwarten. Der Tabellenzwölfte aus Fulda ist Gastgeber des Vierten der Regionalliga Südwest. Und der sollte dieses Duell schon für sich entscheiden, wenn er weiterhin ernsthaften Kontakt zum Spitzentrio – Tabellenführer Freiberg, dem Zweiten Großaspach und dem drittplatzierten FSV Frankfurt – haben und geltend machen will.
Beachtlich aus Sicht der SGB, dass sie mit 29 Punkten vor Traditionsverein Kickers Offenbach (28) – Halbfinal-Gegner im Hessenpokal am Dienstag, 24. März (19 Uhr am Bieberer Berg) – und der Reserve eines anderen Bundesligisten, der des SC Freiburg (27), liegt. Das aber sind eher Nebengeräusche vor dem Kräftemessen am Samstag in der Johannisau. So sieht es auch Daniyel Cimen. „Es geht darum, dass wir unsere Leistung und Art und Weise auf den Platz bekommen“, sagt der Trainer der SG Barockstadt.
Er ist sich darüber bewusst, dass die Aufgabe schwer genug wird – ob Mainz jetzt oben dranbleiben will oder, wie alle U-Mannschaften, Ziele der Ausbildung in den Vordergrund stellt. Cimen charakterisiert den samstäglichen Gegner so: „Mainz hat eine gute Stabilität in der Defensive, extrem viel individuelle Qualität und ist vorn in der Lage – sowohl aus dem Spiel heraus als auch nach ruhenden Bällen -, für Torgefahr zu sorgen.“ Daraus schließt er, und das erscheint folgerichtig, für sein Team: „Du musst versuchen, dass alle Elf, die starten, ihr Leistungs-Limit erreichen.“ Seine Mannschaft habe bewiesen, dass sie das könne. „Und wir hoffen, dass wir den Schwung und das Selbstvertrauen aus dem gewonnenen Bahlingen-Spiel mitnehmen können.“
Darüber hinaus nennt er einige Dinge, die die SGB verbessern müsse. Zum Beispiel, dass seine Mannschaft nach der Roten Karte zuletzt gegen Bahlingen keine Kontrolle in ihr Spiel bekam, dass ihr die Überzahl nicht half. Außerdem dürfe es nicht passieren, dass der Gegner in dieser Phase auch noch ein Tor schießt. „Eine gewisse Effektivität“ kommt hinzu – ebenso wie dies: „Wir hatten zweimal die Möglichkeit – kurz vor und kurz nach der Pause – das dritte Tor zu machen.“ Das Spiel zu killen – ein Thema, das sich schon das eine oder andere Mal stellte in der Johannisau.
Eigentlich spielen ja die elf Spieler, die beginnen. Auch wenn es sich dumm anhören mag, es ist so. Dennoch wenden wir uns der personellen Situation zu: Die verletzten Korzuschek, Stadler und der gesundheitlich angeschlagene Erb fehlen, auch Habermehl, der in Bahlingen seine fünfte Gelbe Karte sah. Pietro Besso, der sich in der vorletzten Woche im Training einen Zehenbruch zugezogen hatte, trainierte am Dienstag erstmals wieder individuell.
Eines bleibt noch: die bisher mickrige Heimbilanz. Die SGB ist auswärts besser als auf heimischem Boden, denn in der Johannisau stehen aus zehn Spielen nur zehn Punkte zu Buche. Doch, wie gesagt: im Fußball ist eigentlich jedes Spiel eine Herausforderung. +++ rl

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