SG Barockstadt Fulda-Lehnerz – Dienstag unter Flutlicht, 19 Uhr, Johannisau: SGB fordert Hessen Kassel heraus

Englische Woche in der Fußball-Regionalliga Südwest: Fünf Spiele haben die Teams noch zu absolvieren in dieser Saison – und die SGB hat am Dienstag eine delikate Aufgabe zu lösen. In einem weiteren Hessenderby – das letzte folgt zum Abschluss der Runde am 16. Mai gegen den FSV Frankfurt -, ist der KSV Hessen zu Gast. Anstoß ist um 19 Uhr, und es macht jedem Fußballer Spaß, wenn im Verlauf der Partie das Flutlicht zusätzliche Stimulans verleiht.

Beide Teams sind auf Augenhöhe. Die SGB ist Zehnter und fordert den Achten aus Nordhessen zum Duell, der zwei Punkte mehr auf seinem Konto hat. Auch in der Tordifferenz liegen beide fast gleichauf, hier ist die SGB gar um einen Treffer voraus. Mehr Spannung geht also kaum. Der KSV Hessen startete arg holprig in die Rückrunde, punktete im März aber eifrig. Zudem zeigte er kürzlich beim 4:3-Sieg in Walldorf eine starke Reaktion: 3:0 führte er schon, Walldorf glich auf 3:3 aus – ehe das Team aus Nordhessens Metropole in der Schlussminute das 4:3 machte.

Und beide Teams – die SGB und der KSV Hessen -, schleppen einen unglücklichen Spielausgang vom Samstag mit sich herum: Vor drei Tagen zog die eine Halbzeit lang eine tolle Leistung bietende SGB in Sandhausen nach Tarnats exquisitem Freistoßtor mit 0:1 den Kürzeren – „den Hessen“ erging es beim 2:3 gegen die U23 des SC Freiburg nicht viel anders, als sie kurz vor Schluss den Knockout einstecken musste. Wichtig für den KSV ist ohne Frage die Rückkehr des Torjägers Jan Dahlke in der Winterpause. Auch Ex-Profi Sercan Sararer ist nach langer Verletzungspause wieder zurück; gegen Freiburg kam er nach 65 Minuten ins Spiel, für einen anderen Ex-Profi: Yannick Stark.

Nun aber ist der Fokus auf die SG Barockstadt gerichtet. Da können Daniyel Cimen, die Mannschaft und die SGB eine Menge an Positivem mitnehmen aus dem Spiel in Sandhausen. „Wir haben in der ersten Halbzeit alles gut gemacht – bis auf den Abschluss“, blickt Cimen zurück auf die Partie, die aber verloren ging. Man habe das Spiel beim Ex-Zweitligisten aufgearbeitet – und das Gute: Es blieb nicht lange Zeit, um den Fokus auf den Vergleich mit Kassel zu richten. „Es wird ein anderes Spiel als das am Samstag“, glaubt nicht nur der Trainer, Kassel werde und könne sich nicht „hinten reinstellen, es ist ein Derby, in dem wir die nötige Aggressivität und Intensität auf den Platz kriegen müssen“.

Moritz Dittmann, der am Samstag verletzungsbedingt fehlte, wird aller Voraussicht nach zurückkehren. Er müsse sich einem abschließenden Test unterziehen, man gehe aber davon aus, dass er spielen könne. Arlind Iljazi kommt nach seiner Sperre zurück in den Kader, bei Kevin Hillmann müsse man ebenfalls das Abschlusstraining abwarten. Die Vorzeichen scheinen gegeben für ein spannendes und auch fußballerisch attraktives Hessenderby. +++ rl


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