SG Barockstadt am Samstag gegen Freiburg II: Es wird Zeit, dass sich das Rad dreht

Wenn Sie ein Herz für den Fußball in Osthessen und speziell für die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz haben, dann kommen Sie am Samstag in die Johannisau. Dort ist nicht nur die U23 des Bundesligisten SC Freiburg zu Gast – Spielbeginn ist wie immer um 14 Uhr – der Vergleich kommt auch einem frühen Schlüsselspiel nahe. Denn die SGB benötigt Punkte im Kampf um den Klassenerhalt der Regionalliga Südwest. Auf den drittletzten Platz der 18 Teams ist sie abgerutscht – wenngleich die Lage und der Abstand zu den Konkurrenten noch nicht besorgniserregend sind. Dennoch wäre für sie ein Sieg wichtig. Es wäre der erste Heimsieg dieser Runde. Im vierten Versuch.

Das Gästeteam ist Achter der Tabelle und hinterließ im bisherigen Verlauf der Saison einen starken Eindruck. „Eine sehr spielstarke Mannschaft. Sehr dominant. Sehr flexibel“, urteilt SGB-Trainer Daniyel Cimen. Defensiv warte eine echte Herausforderung auf sein Team, „wir müssen 90 Minuten konzentriert gegen den Ball arbeiten“. In Fabian Rüdlin stellt Freiburg den bisher erfolgreichsten Torschützen der Regionalliga, mit fünf Treffern aus sieben Spielen führt er die Rangliste an; sein Mitspieler Krish Raweri brachte es auf vier Tore.

Die SGB ihrerseits hatte eine enttäuschende Englische Woche hinter sich. 0:1 in Kaiserslautern – der Traditionsverein vom „Betze“ wechselte jetzt seinen Trainer – 1:2 gegen Frankfurts Zweite und 1:2 bei den Stuttgarter Kickers. Das musste das Team „ein Stück weit verarbeiten“. Die Spieler bekamen zwei Tage frei. Auch die physische Belastung war mit drei Spielen in sechs Tagen spürbar. „Ab Dienstag sind wir wieder eingestiegen“, erklärt Fuldas Trainer, „und natürlich haben wir die beiden letzten Spiele aufgearbeitet. Seine Eindrücke sind indessen positiv, man sei konzentriert und fokussiert in die Woche gestartet.

Zwei angeschlagene Spieler hat die SGB zu beklagen: Ali Gün, bei dem sich Cimen „relativ sicher“ ist, dass er am Samstag zur Verfügung steht – und Sebastian Schmitt, der sich mit „einem kleinen Fersensporn“ rumschleppt. Man müsse bei ihm von Tag zu Tag schauen, aber auch hier ist der Trainer für das Spiel gegen Freiburg zuversichtlich. Luis Klein, der wieder ins Training eingestiegen sei, habe „etwas gespürt“, bei ihm müsse man die Belastung entsprechend anpassen.

Zum sportlichen Aussagewert. Es gelte hauptsächlich, die Balance zu finden. „Das ist nach wie vor Thema“, kommt Cimen zu dem wohl wichtigsten fußballerischen Aspekt. Fußballerisch? Ja und nein. „Fehler werden gnadenlos bestraft. Diese individuellen Aussetzer müssen wir minimieren. Im optimalen Fall abstellen“. Das aber sei – und recht hat er – eigentlich „nicht trainierbar“. Man fordere das indessen ständig ein. So manchen Punkt kostete das die SGB, „die Ergebnisse zeigen, wie eng die Liga ist. Kleinigkeiten entscheiden“. Und Fuldas Coach wird konkret: „Das Spiel gegen Freiburg ist die Chance, daran zu arbeiten. Wir und insbesondere die Spieler brauchen das Erfolgserlebnis. Um Sicherheit zu bekommen. Selbstvertrauen zu bekommen. Auch das Timing im Zweikampfverhalten.“

Nach wie vor gilt das Motto: „Wir haben es in der eigenen Hand.“ Und es ist an der Zeit, dass sich das Rad dreht für die SG Barockstadt. +++ rl


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