Seehofer: Das Land hat sich verändert

Horst Seehofer (CSU)

Die Flüchtlingspolitik und die Zuwanderung von Migranten hat nach Einschätzung von CSU-Chef Horst Seehofer starke Spuren im gesellschaftlichen Klima in Deutschland hinterlassen. "Das Land hat sich ein Stück weit verändert", sagte er der "Bild am Sonntag". "Die Toleranzgrenzen sinken, die Debatten werden hitziger. Die Ängste und Sorgen der Bevölkerung bei der Migrationsfrage haben zugenommen. Das Thema spaltet und polarisiert die Gesellschaft in unserem Land."

Der Bundesinnenminister glaubt, dass Deutschland und Europa weiter mit Hochdruck nach einer gemeinsamen Lösung in der Flüchtlingsfrage suchen müssen. "Die Herausforderung der Migration wird uns noch viele Jahre beschäftigen. Zwar sind die Zahlen von Zuwanderung zurückgegangen, doch der Migrationsdruck hält an. Wir brauchen deshalb dringend eine europäische Lösung, von der wir leider immer noch weit entfernt sind."

Nach Ansicht von FDP-Chef Christian Lindner ist die Stimmung beim Thema Zuwanderung so aufgeheizt wie lange nicht. Lindner zu "BamS": "Einerseits werden völkisch-autoritäre Parolen salonfähig. Andererseits sind die öffentlichen Debatten total überreizt, weil hinter jedem kritischen Wort sofort Rassismus vermutet wird. Beides verstärkt sich gegenseitig."

Umfrage: Deutschland seit Flüchtlingskrise zum Negativen verändert

Für 66 Prozent der Deutschen hat sich das Land seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 zum Negativen verändert. Das ergab eine Emnid-Umfrage für "Bild am Sonntag". Nur 17 Prozent glauben, dass Deutschland sich zum Guten entwickelt hat. Vier von fünf Deutschen (82 Prozent) empfinden das gesellschaftliche Klima als deutlich rauer im Vergleich zu den Vorjahren (11 Prozent: Nein). Die eigene Sicherheit hingegen sieht die Mehrheit nicht stärker bedroht: 61 Prozent der Deutschen fühlen sich im Jahr 2018 genauso sicher wie 2015, nur 36 Prozent unsicherer. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ost und West: Während im Osten 72 Prozent der Menschen angaben, sich in Deutschland genauso sicher zu fühlen wie vor drei Jahren, sind es im Westen nur 59 Prozent. 27 Prozent im Osten fühlen sich unsicherer, im Westen sind es 38 Prozent.

Als Gefahr sehen viele Deutsche die Zuwanderung: 50 Prozent glauben, dass zu viele Migranten nach Deutschland kommen. 35 Prozent empfinden die Zahl als verhältnismäßig, nur vier Prozent als zu niedrig. Für die Umfrage hatte Emnid 500 Bürger befragt. Die Fragen: "Wie hat sich Deutschland verändert", "Ist das gesellschaftliche Klima rauer geworden?". "Fühlen Sie sich in Deutschland unsicherer als vor drei Jahren?", "Gibt es in Deutschland Ihrer Meinung nach zu viel Zuwanderung, zu wenig Zuwanderung oder Zuwanderung in richtigem Ausmaß?" +++


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3 Kommentare

  1. So ist sie halt, die Union aus CDU und „C“SU! Erst zündeln Sie, was das Zeug hält! Und wenn die Brandherde überhand nehmen, weinen Sie „erschrocken“ Krokodilstränen! Insbesondere dann, wenn das Zündeln nicht durch Wählerstimmen „belohnt“wird. Das gilt in Sachsen genauso wie in Bayern. Aber nicht nur dort! Und nicht nur erst jetzt!
    Früher hießen die entsprechenden Protagonisten von CDU und „C“SU Dregger, Kanther, Schäuble, Rühe, Koch, Stoiber, etc. Heute heißen sie Kretschmer, Tillich, Seehofer, Söder, Dobrindt, Spahn, Strobl, Klöckner und viele andere führende Unionspolitiker mehr!
    Die Union kann eben nicht Flüchtlingspolitik!
    Im übrigen: Zu den Spaltern und Polarisierern unserer Gesellschaft gehören insbesondere die Protagonisten der Seehofer-Söder-Donrindt-„C“SU!

  2. Dobrindt, selbsternannte Revolutionsführer und Vorsitzende der „C“SU-Landesgruppe im Bundestag, ruft eine konservative Revolution aus, die „C“SU macht in Bayern Wahlkampf für die AfD, Seehofers Bundespolizei zeigt in Bayern den Hitlergruß, Seehofer hält schützend seine Hand über die AfD und lehnt deren Beobachtung durch den Verfassungsschutz ab, in Bayern leben unbehelligt mehr Reichsbürger als im Rest der Republik zusammen, die Seehofer-Söder-Dobrindt-„C“SU verliert die absolute Mehrheit bei den Landtagswahlen im Oktober und ermöglicht der AfD den Einzug in den bayerischen Landtag, die AfD hat ihrer bayerischen Kopie auch schon eine Koalition angeboten, wetten, dass die Söder-„C“SU zur Sicherung ihrer darauf eingehen wird!
    Verkehrte, postfaktische Welt?
    https://youtu.be/QqoSPmtOYc8
    Im übrigen: Zu den Spaltern und Polarisierern unserer Gesellsxhaft gehören insbesondere die Protagonisten der Seehofer-Söder-Donrindt-„C“SU!

  3. Beide Fragen: "Fühlen Sie sich in Deutschland unsicherer als vor drei Jahren?” “Gibt es in Deutschland Ihrer Meinung nach zu viel Zuwanderung, zu wenig Zuwanderung oder Zuwanderung in richtigem Ausmaß?” beantworte ich mit: JA !!! Ich (deutscher Abstammug, rk getauft und erzogen) bin 1980 aus Aussiedler aus Rumänien (ähnlich Peter Maffay)nach Deutschland gekommen und werde immer noch von den hier geborenen und aufgewachsenen Deutschen als "Andere" angesehen. Deshalb glaube ich an eine Integration von Flüchtlinge nicht. Es ist aber nicht nur ein Problem hier in Deutschland, sondern allgemein auf der ganze Welt. Bei uns ist es aber besonders schwierig, "weil hinter jedem kritischen Wort sofort Rassismus vermutet wird."

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